Das Sektenproblem und die Zielgenauigkeit von Politik

Solche fatalen Gruppierungen wie die Vulkansekte hat es immer schon gegeben. Es begann mit dem Tanz ums goldene Kalb und hörte nie auf. Der Kinderkreuzzug, Thomas Müntzer, die Sonnentempler, die Aum-Sekte, Wiedertäufer, Savonarola, Bolschewismus, Esoterik, Trotzkismus, die Inflationsheiligen, grüne Parteien, Satanismus, Klimasekte, Kult der Vernunft, New Age, Genderismus, Feminismus und nun nach den Freitagsfiguren Greta und Luisa auch noch die Vulkansekte.

Oft wurden solche Gruppierungen vom Establishment großgefüttert, um Interessen zu verfolgen. Der bekannteste Vorfall war die Finanzierung der Bolschewiki durch das Deutsche Reich, um Rußland aus der Entente herauszubrechen, was auch gelang. Oder die Finanzierung des Wokismus durch Soros, Gates, die Demokraten und die Nationale Front. Andererseits bedienen die Sekten einen außerökonomischen Hang zur Besserwisserei und zur Reißbrettpolitik. Hier treffen sich das Big Money und tiefe Verbohrtheit.

In meiner Jugend war die Stadt Weimar durch Pamphlete des trotzkistischen Leuchtturm-Verlags überschwemmt. Ständig kursierten Anweisungen wie man den Sozialismus besser hätte aufbauen können, wenn die Arbeiterklasse die Macht erobert hätte. Sog. „Aktivisten“ hatten eine Bombe im Mähdrescherwerk gezündet, so jedenfalls das Gerücht. Der Kopf der Gruppe Ruprecht Schröder wurde nach dem Westen ausgeschafft. Die Stasi wollte sich nicht permanent von ideologisierten Jungspunden über den richtigen Weg zur guten Sache belehren lassen. Der Bänkelsänger Wolf Biermann höhnte:

– Brüder von der Sicherheit
ihr allein kennt all mein Leid
Ihr allein könnt Zeugnis geben
wie mein ganzes Menschenstreben
leidenschaftlich zart und wild
unsrer großen Sache gilt
Worte, die sonst wärn verscholln
bannt ihr fest auf Tonbandrolln
und ich weiß ja: Hin und wieder
singt im Bett ihr meine Lieder

Ein Blick zur Vulkansekte. Von der CDU über SPD, Grüne. Linke, „Demokratie leben“ Klimasekte bis zu Extinction und Vulkan gibt es ein ideologisches und pekuniäres Kontinuum, Kein Mensch weiß welchen Weg die Fördergelder zur Bekämpfung der Opposition nehmen, in welche außerordentlichen Verästelungen sie konkret versickern. Wenn sich der Berliner Bürgermeister oder der Bundeskanzler entsetzt vom Blackout zeigen, ist das lediglich amüsant, denn sie gehören mit hoher Wahrscheinlichkeit auf die eine oder andere Art zu den Finanziers des Umsturzes.

Kein Mensch weiß, wo die Grenzen und Berührungspunkte der verschiedenen regierungsnahen Endzeitsekten zu finden sind. „Wir planen eine Pipeline in die Luft zu jagen“ verkündete Langstreckenluisa per BILD. Sie und ihr Schekser sind Dauergast im Zwangsfernsehen, was die geringe Distanz der herrschenden Klasse zu den Energieterroristen beweist.

Die Vulkansekte wollte vorrangig die Reichen treffen. Das ist so ungefähr gelungen. Die Wahlkarte der letzten Bundestagswahl zeigte rund 89 % Stimmen für die wohlbestallten Wegbereiter der Vulkanisten. Die Zeit, wo reiche Industrielle in Zehlendorf wohnten ist vor 100 Jahren zu Ende gegangen. Inzwischen wohnt dort der NGO-Adel, die Medienbourgeosie und die gehobenen Bürokratiesäcke. Schon der Reichsminister Rathenau residierte 1923 dort und wurde auf dem Weg in die Innenstadt erschossen. Auch Willy Brandt, Rudi Dutschke, Ingeborg Drewitz, Götz George, Johannes Heesters, Harald Juhnke, Hildegard Knef, Loriot, Marika Rökk und Heinz Rühmann wohnten dort. Sarah Connor hatte ihre Familie mit schöner wohnen hier untergebracht, Fler hat es sich gut gehen lassen, bevor er nach Zypern ausgewandert ist. Justin Bieber lebte 2016 einige Monate in einer standesgemäßen Protz-Villa im Grunewald. Unweit war auch Bushido eine Zeit lang Hausbesitzer. Jens Spahn hatte zeitweise ein Schlößchen in Zehlendorf.

Ein Schlag gegen den Kapitalismus war der Blackout nicht, überwiegend wurde das woke Milieu ins grüne Herz getroffen. Bei Anschlägen in Berlin ist die Chance irgendetwas marktwirtschaftliches zu ruinieren nahezu Null.