Es droht nicht 1933, sondern 1945
Es gibt zahlreiche Warnungen vor 1933 zum zweiten. Wahrscheinlicher ist seit dem Interview des Lanz mit MP Günther eher die Wiederholung von 1945. Nämlich die Einführung der sozialistischen Demokratie.
Nach dem Willen der Partei kam der sozialistischen Presse eine „Erziehungsfunktion“ zu. Partei und Staat greifen daher lenkend ein: Das Presseamt beim DDR-Ministerpräsidenten erteilt Lizenzen, regelt die Papierzuteilungen und erteilt die Zulassungen für die Journalisten. Ihm war auch die einzige Nachrichtenagentur Allgemeiner Deutscher Nachrichtendienst unterstellt. Richtlinien, wie in der Presse berichtet werden soll, gab die Abteilung für Agitation und Propaganda des Zentralkomitees aus.
Das alles will das ekelhafte stalinistische U-Boot wieder einführen. Ich hatte 1989/90, als ich den Westen kennenlernte, manchmal ein mulmiges Gefühl. Aber daß es so schlimm werden würde habe ich verdrängt. Bärbel Bohley hatte allerdings gewarnt:
„Alle diese Untersuchungen, die gründliche Erforschung der Stasi-Strukturen, der Methoden, mit denen sie gearbeitet haben und immer noch arbeiten, all das wird in die falschen Hände geraten. Man wird diese Strukturen genauestens untersuchen – um sie dann zu übernehmen.
Man wird sie ein wenig adaptieren, damit sie zu einer freien westlichen Gesellschaft passen. Man wird die Störer auch nicht unbedingt verhaften. Es gibt feinere Möglichkeiten, jemanden unschädlich zu machen. Aber die geheimen Verbote, das Beobachten, der Argwohn, die Angst, das Isolieren und Ausgrenzen, das Brandmarken und Mundtotmachen derer, die sich nicht anpassen – das wird wiederkommen, glaubt mir. Man wird Einrichtungen schaffen, die viel effektiver arbeiten, viel feiner als die Stasi. Auch das ständige Lügen wird wiederkommen, die Desinformation, der Nebel, in dem alles seine Kontur verliert.“

Danke, Wolfgang Prabel, noch einmal für das Zitat von Bärbel Bohley! Jetzt, beim Wiederlesen, wird mir klar, daß sie nichts geringeres als eine Prophetin war. Sie hat vor ca. 30 Jahren bis aufs Komma genau gesehen, was wir heute, und nicht erst heute, erleben. Deutschland ist gleichgeschaltet. (Nicht nur Deutschland.) Dissidenz wird in homöopathischen Dosen zugelassen: als Honigfalle und zum Beweis der „Vielfalt“. Es regiert die Einheitspartei; die „Erlösung von der Ausbeutung der Proletarier“ wurde ersetzt durch die „Erlösung von der Ausbeutung des Klimas“ usw. usf. Bei Kritik gibt es 1. die Hausdurchsuchung, 2. das Debanking und 3. den Prozeß wegen „Volk und Hetze“ mit Verlust des passiven Wahlrechts. Holla die Waldfee! Als ich 1985 der DDR entkam, hätte ich jeden für wahnsinnig erklärt, der mir prophezeit hätte, ich würde 40 Jahre später wieder in derselben Scheiße landen.
Als ich 1989 als westler nach mehreren ostbesuchen die DDR verstanden hatte löste sie sich auf und ich dachte, schade alles für die Katz gelernt. Jetzt kann ich meine Erfahrungen wieder anwenden. Allerdings, so verkifft wie unsere Jugend ist, wird das nichts.
Mit ’45 kann man allerlei assoziieren – beiseite wie auch die gewohnte deutsche Nabelschau, solange dieser Nabel überhaupt noch existiert.
Ich finde allerdngs, man sollte hervorheben, dass die DDR erst 49 realisiert wurde. Diie Epoche 45-49 war noch turbulent und es gab Widerstandsnester. Die Ost-CDU fiel auch nicht von einem Tag auf den andern um. Kurzum, diese Zeit war ganz ähnlich wie unsere und ein genauer Vergleich würde sich lohnen..
Schleswig-Holsteiner sind überdurchschnittlich unterbelichtet, meine Beobachtung. So auch ihr parasitärer MP, Widerlicher Typ.
Ob er stalinsche Härte hat, also proaktiv alles umzubringen, was ihm gefährlich werden könnte, muss man sehen. Besser ist natürlich, so etwas Abartiges vorher politisch aus dem Verkehr zu ziehen.
„Schleswig-Holsteiner sind überdurchschnittlich unterbelichtet.“ Da stimme ich Ihnen zu.
Aber die Niedersachsen stehen den Schleswig-Holsteinern in nichts nach. So hat die Landesministerin für Bildung entschieden, das schriftliche Dividieren aus dem Mathematiklehrplan zu entfernen, weil es die Schüler sowieso nicht kapieren. Dummheit, so die Erkenntniss gestandener Mathematiklehrer, zieht das Niveau logischen Denkens herunter.
Ken und Barbie haben das nachdrücklich unter Beweis gestellt.
Dreimal dürfen Sie raten, welcher Partei diese Ministerin angehört.
Hier die Vollversion des Schmäh-Gedichts, (aus „internAA“, Heft 1/26 zitiert):
Soviel zu vermuten ist, ist Ken ein Lübecker Jung und Barbie ein Hannoveraner Mädel
„Ken & Barbie“
Heizung aus, Pullover an,
selbst gestrickt, von Mann zu Mann.
Die Außenwelten, feministisch gedacht,
die Welt zu retten, doch nicht jeder, hat gelacht.
Ein Kinderschreck im Höhenflug, Politik,
ganz wie ein schlechtes Buch.
Ein Land, das sucht, das strebt, fragt sich,
wohin der Weg nun geht.
Mit Hochglanzschminke um die Welt,
das Haar, immer perfekt gewellt.
Hochglanzreden, ohne Geschick,
hatte die Menschen, nicht mehr im Blick.
Die Wurzeln einst so tief im Grund,
doch Wandel kam, die Zeit war bunt.
Ein grüner Baum, der Frieden trug,
verlor den Pfad, den einst er schlug.
Sein Schritt eilt voraus,
bloß nicht nach Haus,
der Abstieg zum Schluss,
Philosophie, im Außen-Ausschuss.
Und sie, die Heimat verlässt,
auf zum Big Apple, welch ein Fest,
einen Job ergaunert, ganz elegant,
das Volk frohlockt, nun ist sie verbannt.
So ziehen sie weiter,
die beiden, so heiter,
wir winken ihnen zu,
nun haben wir Ruh.
Die Gleichstellungsbeauftragte im Auswärtigen Amt kritisierte (laut Spiegel) die Veröffentlichung dieser Dichtung, um zu erklären: „Es ist rückwärtsgewandte Polemik in Reimform, die stereotypische, sexistische und misogyne Narrative bedient. Die Mitarmeiterzeitung „InternAA“ sei kein Ort für infame Diffamierung ehemaliger Regierungsmitglieder.“
Vielleicht gibt es im Wirtschaftministerium ein ähnliches Pamphlet, geschrieben von einem halbwegs literarisch befähigten Amateur. Da gings ja um einen Kinderbuchschreiberling, der zum Bundesminister für Wirtschaft gemacht worden ist.
„Einen Job ergaunert“ bezieht sich hier auf die Kritik vieler Mitarbeiter des Auswärtigen Amtes und erinnert an das unprofessionelle und rein auf die Karriere fokussierte Agieren einer Ex-Außenminister nach dem Ende der Ampelregierung.
Bei Minute 21:40 behauptet Günther allen Ernstes, überhaupt keine linken Positionen zu vertreten:
https://www.youtube.com/watch?v=7NaVvNT83dQ