Einkaufszettel ist besser als Sonderangebote
PB ist immer ein Ratgeber gewesen. Angesichts stark steigender Kosten ein Tip aus der Praxis für die Praxis:
Im ersten Halbjahr 1989 habe ich mein Leben in den Griff bekommen. Im März hörte ich mit dem Rauchen und dem Konsum von Spirituosen auf. Das ist so ein erster Schritt, der selbst dann hilft, wenn eine Schachtel Karo nur 1,60 kostete und ein Flasche Goldbrand 14,50.
Im Lauf der Zeit habe ich mir angewöhnt den Speiseplan zur Grundlage des Einkaufs zu machen. Das ist gnadenlos effizient, weil man nur Dinge kauft, die man wirklich verbraucht und in der richtigen Menge. In der Küche steht eine Waage. Da kann man Kartoffeln, Nudeln, Reis genau dosieren. Die Freundin wundert sich immer, daß bei meiner Kocherei die Portionen genau stimmen und daß nichts weggeworfen werden muß. Seit ich die Waage habe, bin ich ohne Fasterei von 90 auf 80 Kilo runtergekommen. In einen Gürtel, den ich mir auf dem weltberühmten Markt in Káptalantóti habe maßanfertigen lassen, mußte ich ein weiteres Loch machen.
Die Gürtelmacherei hat dort lange Tradition. Basierend auf archäologischen Untersuchungen sind aus Káptalantóti Funde von Gürtelbeschlägen aus der Awarenzeit bekannt. Die Awaren waren ein zentralasiatisches Reitervolk, das im 6. Jahrhundert nach Europa einwanderte und über 200 Jahre lang (ca. 567–800 n. Chr.) ein supermächtiges Großreich im Pannonischen Tiefland errichtete. Typisch waren Gürtelbeschläge mit Greifenmotiven. In Káptalantóti bin ich auf eine interessante Manufaktur gestoßen, die einzigartige Lederprodukte anbietet: Unique Bags von Kovács Anett: Sie macht auch handgefertigte Ledergürtel aus Rindsleder. Super Qualität.
Sonderangebote verleiten manchmal dazu mehr zu kaufen, als man aktuell benötigt. Ab und zu wird was schlecht, worauf man nicht schnell genug zugegriffen hat, Oder man wird dick, weil was weg muß. Einige Politiker sind ein warnendes Beispiel. Ich brauche keine Namen nennen, jeder weiß wen ich meine. Die klagen ja immer gleich, wenn man ihre Hägebäuche anprangert. Body positiv und so. Warum hat der Teuffel die Grünen nicht geholt? – Weil sie immer noch ne Ausrede wußten.
Foto: Prabel

Mir sind inzwischen auch unverzichtbar eine flache, klappbare Waage bis 5 kg und und ein Thermometer (Griff mit klappbarem Sensor zB bei Suppe). In meine Rezepten schreibe ich „Nettowerte“, also bei 600 g Kartoffeln mit ungefährem Schälverlust 25 % macht das 600 g * 4/3 = 800 g. Rabatte: Wenn sie Waren betreffen, die sowieso auf dem Schirm sind – OK, sonst uninteressant. Zudem gibt es in dem bekannten Supermarkt bei scan & go für alles (auch Tanken) einen Rabatt mit deutlichen Beträgen im Jahr (nebenbei kommt man in zwei Minuten durch die Automatenkasse ohne Auspacken und seltener Kontrolle). Schattenseite: Gläserner Kunde. Mahlzeit! 🙂
Schälverlust von 25 Prozent ist doch eine Menge. Seitdem ich einen Gemüseschäler statt eines Schälmessers benutze, ist der Schälverlust m.E. deutlich geringer geworden. Ich habe das bisher aber noch nie nachgewogen. Wasbich nie für möglich gehalten hätte: Mit diesem Gemüse-Sparschäler (eigentlich für Spargel angeschafft) macht mir das Kartoffelschälen sogar richtig Spaß. Damit beende ich meinen Werbeblock.
Mit dem Rauchen habe ich aufgehört, als die Schachtel 3 Euro kostete. Das war mir einfach zu teuer.
Noch ein bißchen Werbeblock:
Der einzig wahre Spargelschäler https://www.idealo.de/preisvergleich/OffersOfProduct/1579421_-monopol-spargel-und-gemueseschaeler-265221-westmark.html – damit bekommt man die harten Spargelschalen im Nu ab! – An Gemüseschälern habe ich gern welche mit einem viereckigen Griff; meine Mutter hatte früher einen solchen, auf dem „Blitz Sparschäler“ stand, der sehr zufriedenstellend in Handhabung und Ergebnis war; vor ein paar Jahren habe ich mal versucht, etwas Ähnliches zu kaufen; übers Netz fand ich welche, aber nicht genau das gleiche, anderes Holz, runderer Griff (aber schon noch rechteckig, sonst hätte ich es nicht gekauft), andere Klingenform. Für Kartoffeln, Karotten, Süßkartoffeln finde ich diese jedenfalls gut.