Make Germany ab 2026 great again

Der Januar ist immer der Monat, wo ich im Keller stehe und nach Ablauf der zehnjährigen Aufbewahrungsfrist Akten zerreiße. Da fällt immer auf, wieviel Lebenszeit einem die Bürokratie gestohlen hat. Es sind ja nicht nur die Belege fürs Finanzamt, sondern unendlich viele Blätter für Sozialkassen, Zwangskörperschaften, Versicherungen, Geschwindigkeits- und Parkstrafen, Statistiken, Berichte usw.

Es sind seit 1990 immer mehr teure Aktenberge erfunden worden, und ich bin froh, daß ich Rentner bin. Aber die Ordner für den laufenden Betrieb unseres Jüngsten nehmen bereits zwei Regalreihen ein und wir kommen aus der bürokratischen Tretmühle nicht raus. Inzwischen alles digital? – Denkste!

Die Geschäfte dümpeln derzeit vor sich hin, immer an der Grenze der Wirtschaftlichkeit. Um das zu ändern wäre eine 180-Grad-Wende der Wirtschafts- und Finanzpolitik erforderlich. Die Energiepolitik muß günstige Angebote offerieren, und wenn es durch Kohlekraftwerke erfolgt, um die Abwanderung der Betriebe zu stoppen. Der Sozialbereich, die Infrastruktur und das Bildungswesen müssen auf Vordermann gebracht werden.

Es sind keine neuen Gesetze und Verordnungen erforderlich, sondern fast keine mehr. Wenn wir wieder die Gesetzeskulisse von 1990 oder gar 1970 hätten, wäre viel gewonnen. Ich habe darüber nachgedacht, wie man den Gesetzeswald rückbauen kann, ohne rechtliches Chaos zu veranstalten. Es muß genau in der umgekehrten Reihenfolge abgewickelt werden, wie der Gesetzeswald entstanden ist. Oder man muß einfach den Stand eines beliebigen Zeitpunkts in allen Details herbeiführen. Zum Beispiel Reset auf den 1.1,1970.

Nach einem Jahr Berliner Gewurstel erkennt man, daß Klingbeil und Merz das Bewußtsein für den Ernst der Lage fehlt. Erforderlich ist der Rücktritt des unfähigen Kanzlers und die Bildung einer Minderheitsregierung, die das erforderliche – siehe oben – tut. Wir brauchen keinen Rechtsanwalt als Kanzler, sondern einen Wirtschaftsfachmann mit praktischem Hintergrund. Vielleicht einen Pfälzer mit der Unverfrorenheit von Donald Trump. Hilfsweise einen rabiaten Professor wie Xavier Milei.

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