Nach den Kernkraftwerken geht es an den Rest der gesicherten Grundlast
Am 22.02. wurden am ehemaligen Kohlekraftwerk in Ibbenbüren der 275 Meter hohe Schornstein, die 60 Meter hohe Rauchgasentschwefelungsanlage und die 50 Meter hohe Denox gesprengt. Manfred Haferburg dazu:
600 kg Sprengstoff, ein Knall, und wieder sind 840 Megawatt steuerbare Leistung im deutschen Stromnetz endgültig weg. Das ist nicht sehr teuer. Aber irgendwoher muss der Strom ja kommen, den Ibbenbüren nun nicht mehr erzeugen kann. Onshore werden für den Ersatz von Ibbenbüren 392 Windräder der 6-MW-Klasse benötigt , bei einer Verfügbarkeit von 18 Prozent. Die Investitionskosten dieser Windräder betragen ungefähr vier Milliarden Euro, und ihre jährlichen Betriebskosten inklusive EEG und Netzanbindung und Back-up betragen etwa 300 Millionen Euro.
Die Investition, Betriebskosten und Subventionen zum Ersatz des Kraftwerkes Ibbenbüren summieren sich in 20 Jahren auf etwa neun Milliarden Euro. Aber dafür kann das Kohlekraftwerk Ibbenbüren nun kein Kohlendioxid mehr ausstoßen. Bezahlen müssen es Mittelstand, Stromkunden und der Steuerzahler. Die Industrie zahlt für eine Kilowattstunde etwa 18 Cent.
Klingbeil und Merz sind verrückt geworden. Oder sie haben den Auftrag verbrannte Erde zu hinterlassen.

Das Kraftwerk wurde laut Wikipedia bereits 2021 stillgelegt. RWE hat sich um eine Stilllegung beworben. Damit kann man offenbar auch Geld verdienen (Kohleverstromungsbeendigungsgesetz): „Um die Anlagenbetreiber zur Stilllegung zu veranlassen, gewährt das Gesetz demjenigen Betreiber, der den Zuschlag erhält, einen Anspruch gegen die Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch die Bundesnetzagentur, auf Zahlung eines Steinkohlezuschlags als finanziellen Ausgleich für den Steinkohleausstieg“
„Die Amprion plant auf dem Gelände die Errichtung einer Konverterstation für das Offshore-HGÜ-System BalWin2, zum Anschluss von Offshore-Windparks in der Nordsee. Das System soll 2030 fertiggestellt sein.“
Mal sehen, ob die Industrie in NRW bis 2030 wartet, um dann mit billigem Strom von der Nordsee durchzustarten. (Die Nordsee schickt keine Rechnung.)
Ohne die Zeche Ibbenbüren war nur schwer an die Kohle zum Verstromen zu gelangen – das ist das eine.
Das andere ist die Sofortabschreibung neuerer Anlagenteile, bei Großkraftwerken sind 5 Jahre nichts. Also Steuerrückzahlungen, höhö!
Moorburg dürfte einen Axthieb, was sage ich, eine saubere Harvesterschneise in das Steueraufkommen gemäht haben.
Mannheim Block 9 soll auch bald Geschichte sein, kaum daß er in Betrieb gegangen ist. Block 3-5 liefern auf kleiner Flamme noch Bahnstrom, der kommt dann auch weg. La La Lastenrad😎
„Klingbeil und Merz … haben den Auftrag verbrannte Erde zu hinterlassen.“
Eindeutig richtig.
Aber wer hat ihnen diesen Auftrag erteilt?
Natürlich ihre Wähler, wer denn sonst.
Die Leute haben mehr Angst vor dem „Klimawandel“, als vor der offensichtlichen Islamisierung und der voranschreitenden Deindustrialisierung zusammen.
Wie blöd muss man sein, um so etwas, die Vernichtung der Grundlage unseres Wohlstandes, gut zu finden?
Aber es gibt genug Leute dieser Sorte in Deutschland. Wohlstandsverblödung.
Hinterher will es wieder keiner gewesen sein oder gewusst haben.