Merz als Gaszeitendmoräne

Auf einer Funktionärstagung in Halle/S, hat Buka Merz Defizite der bisherigen Energiepolitik eingeräumt. Die Abschaltung der Kernkraftwerke sei ein Fehler gewesen. Das ist nun wirklich keine neue Erkenntnis, Sie kommt fünfzehn Jahre zu spät.

Buka Dr. M. hatte die Energieversorgung weitgehend auf Gas ausgerichtet, was sich angesichts der weiteren Entwicklung als fragwürdig erwies. Schon frühzeitig gab es dagegen Bedenken, insbesondere in der Kohleregion Lausitz, aber auch im Ausland. Irgendwer hatte später die Nordstreamleitungen gesprengt. Aus die Maus.

Merz will nun statt einen breiten Energiemix anzustreben, eine größere Zahl von Gaskraftwerken für die Grundlast errichten lassen. Da sich für den unrentablen Unsinn – sie sollen ja nur arbeiten, wenn kein Wind weht und keine Sonne scheint – kein privater Investor begeistern wird, sind natürlich massive Steuergelder für Bau und Betrieb erforderlich.

Das ist aber nicht das größte Problem. Das eigentliche Risiko ergibt sich daraus, daß der Wirtschaftspraktikant Merz schon wieder ein Gas-Klumpenrisiko anstrebt. Er legt sich schon wieder auf einen Brennstoff fest, der hinsichtlich der Beschaffung und des Preises geopolitisch riskant ist.

Katar – einer der größten Gasexporteuere – hatte kürzlich gedroht den Gasexport in die EU wegen der Grenzzölle zu beenden. Merz legt das Schicksal Deutschlands und seiner CDU in die Hände der verblendeten Brüsseler Bürokratie und eines morgenländischen Emirs, der als Einziger in der Runde noch bis drei zählen kann.

Auch auf Parteien, wie sie heißen, ist heutzutage kein Verlaß. (Geh. Rath v. Goethe)