Krach im Märchenwald

Weil ein Rentner Friedrich Merz als „Pinocchio“ bezeichnete, ermittelt jetzt die Kriminalpolizei. Die Beamten hatten das Internet gezielt nach Politikerbeleidigungen durchsucht – und den Kommentar zur Anzeige gebracht.

Da ist es interessant zu räthseln, was den Anstoß gegeben haben könnte. Vielleicht hatte sich die Vorgeschichte so zugetragen, oder auch anders:

Pinocchio traf seine Fee, die ihm wieder einmal verzieh: Von morgen früh an sollte er kein CDU-Politiker mehr sein, sondern ein normaler Untertan. Mit Einverständnis der Fee wollte Pinocchio seine Freunde von Blackrock deshalb zu einer Feier mit Milchkaffee und beidseitig bestrichenen Butterbroten einladen. In einer Stunde wollte er zurück sein. Als er seinen Freund Klingbeil traf, überredet ihn dieser, mit ihm in die Bundesregierung durchzubrennen, wo es wenig Verantwortung gibt und kaum jemand die Wahrheit zu sagen braucht. Nach langem Zögern erlag Pinocchio der Versuchung und die beiden rumpelten um Mitternacht mit einem von zwölf Eseln gezogenen Karren in das Berliner Wunderland.

Pinocchio mit der langen Nase (Enrico Mazzanti, 1892)

Zunächst waren Pinocchio und seine Freunde begeistert vom Paradies in der Hauptstadt, doch nach der Auflage eines Sondervermögens meinten viele Leute, daß er vor der Wahl das Gegenteil versprochen hätte.

Au, die verflixte Nase!

Was würde erst passieren, wenn der Rentner die Sprecherin vom ZDFake als Schnatterinchen verleumdet hätte, oder den Herrn Uhu als Mischkabär? Au weia!