Von der Befreiung Mitteleuropas

1683 war einer der heftigsten Angriffe des Islam auf Europa erfolgt. Eine moslemische Armee belagerte Wien und stand kurz vor dem Erfolg. In dem Moment erschien eine polnische Streitmacht im Westen der Stadt und stellte erfolgreich die Machtfrage.

Das Donnern der Hufe erschütterte die Erde, als 1.500 polnische Geflügelte Husaren sich in 40.000 Osmanen stürzten. Gegen jede Vorstellung unterlegen, verwandelten sie das Unmögliche in einen Sieg. Ihr Angriff wurde zu einem der furchterregendsten und entscheidendsten Momente der Militärgeschichte — ein Sturm aus Flügeln, Stahl und Wut, der den Stolz eines Imperiums zerbrach.

Bei der Erstürmung des türkischen Lagers wurden auch Säcke mit rätselhaften Bohnen gefunden. Die braven Wiener hielten sie für Kamelfutter, aber Georg Franz Kolschitzki, ein polnischer Dolmetscher, erkannte den Wert der Bohnen und eröffnete das Café „Zur Blauen Flasche“. Kolschitzki soll den bitteren türkischen Kaffee an den Wiener Gaumen angepasst haben, indem er ihn siebte und mit Milch und Zucker süßte. Der Armenier Johannes Theodat erhielt am 17. Januar 1685 das erste offizielle Privileg zum Kaffeeausschank in Wien. So nahm alles noch ein gutes Ende. wenige Jahre später war der Türke aus Transleithanien herausgeworfen. Reconquista ging doch.