Zwei Typen von Korruption
Als ich 1989 nach Darmstadt kam, wurde ich von meinen Chefs vor der Korruption bei der Bundesbahn gewarnt, die in Frankfurt saß. Ich lernte wenige Jahre später Mister 2 Prozent persönlich kennen, der von den Auftragnehmern der Bahn immer zwei Prozent auf das Konto seiner Frau verlangte. Als Mehdorn Chef geworden war, wurden solche Auswüchse bekämpft und Mister 2 Prozent sah ich im Fernsehen in Handschellen wieder. Mehdorn wurde kurz darauf vom SPIEGEL und von der Gewerkschaft gestürzt. Die Deutsche Bahn hätte E-Mails von Mitarbeitern überwacht und kontrolliert, ja wie sollte man sonst an die korrupten Hotspots kommen?
Korruption kann aber auch ganz legal aussehen:
Ich habe lange Zeit gedacht, daß Fördergeld von den Sozialdemokraten in den 70er Jahren erfunden wurde. Beim Kramern im Gemeindearchiv habe ich allerdings schon während der Weimarer Republik Spuren dieses Gifts gefunden. In Mechelroda wurde 1924 der Dorfteich gefördert. Die Nationalsozialisten hatten ein Programm für Wassertoiletten und ein anderes für Scheunen. In der Russenzeit mußte man in die Partei eintreten, um Vorteile zu haben. Förderprogramme von damals sind mir nicht bekannt. Nach 1990 ging es aber massiv los. Die EU, der Bund und die Länder korrumpierten mit Milliarden. Reichelt zeigte im Video den dekadenten Höhepunkt. Mitte der Dreißiger Jahre wird das Geld ausgehen, übrigens wegen der Machtexzesse der gekauften Pseudoeliten. Die grüne Pest neigt zur Selbstzerstörung, ohne es zu merken.
