Omas Tricks gegen Hitze
Ein paar warme Tage gab es immer schon. Und früher gab es keine moderne Kühltechnik und keinen technischen Schnickschnack. Es gab aber die Oma und ein paar Tricks.
Gestern habe ich ein größeres Menue gekocht: Und zwar nicht in der Küche, sondern draußen auf einer Kochplatte. Terassen und Balkone werden nicht auf der Südwestseite des Gebäudes angeordnet, sondern auf der Ostseite. Wenn es im Geschoß zu warm wird, öffnet man die Tür zum Keller. Im Keller kann man größere Gefäße mit Wasser füllen, um Verdunstungskälte zu produzieren, eine Praxis, die im Morgenland verbreitet ist. Auf der Südseite des Gebäudes ordnet man einen Laubengang an, der verhindert, daß die Sonne Wände und Fenster bestrahlt. Auf dem Balkan ist fast jedes ältere Haus so errichtet.

Die Nacht kann man zum Lüften nutzen.
Die modernen Holzbauweisen mit luftdichten Wänden sollte man meiden, Sowas geht nur mit einer teuren Lüftungsanlage. Besser sind Ziegelwände ab 70 cm Dicke.
Im Garten sollte man einige große Bäume haben, unter denen man den Sommer genießen kann, Nicht ungeeignet sind Walnußbäume, da sie Stechvieh abhalten.
In südlichen Gefilden habe ich einige Wochen mit Temperaturen jenseits der 35 Grad erlebt, ohne daß ich mich unwohl gefühlt hätte. Es ist weniger eine Frage des Geldbeutels, sondern eine Frage der Erfahrung und der Organisation.

Es liegt dieses Jahr auch an der höheren Luftfeuchtigkeit. Obwohl es die ganze Woche nicht geregnet und die Sonne kräftig geheizt hat, ist die Luft immer noch deutlich feuchter als letztes Jahr. Ein sehr einfaches aber wirksames Hausmittelchen ist eine Schüssel mit Wasser, in die man die Füße reinstellt. Das bringt dem Körper innerhalb von Minuten Erleichterung.
Ist eine „700er Wand“ in Restdeutschland, ja selbst im heutigen, „EU“-trunkenen Ungarn genehmigungsfähig? Und: wer kann das bezahlen?
In den USA triumphiert die Holzbauweise mit Klimageräten in den wichtigen Räumen, zuzüglich erstaunlich stabiler Fliegengitter vor jedem Fenster.
In meiner Wohnanlage wiederum gehen die Laubengänge ungefähr nach Norden, was aber unter einer Heißluftglocke, einer sog. Omega-Wetterlage wie wir sie gerade haben, gar nichts nützt, da die direkte Strahlung der Sonne am Boden keine Violine spielt.
NB: Hier im Südwesten lernen die Architekten, das Wort „Hundertmillion“ vor einem Auftraggeber so zu nuscheln, daß der „unter ner Million“ versteht (s, Stuttgart 21).
Die klugen und altbewährten Hinweise (Gefäße im Keller, 70 cm Ziegelwände, große Walnußbäume usw.) in Gottes Ohr. Angesichts der paar Sonnentage und der etwas längeren nächsten Eiszeit darf man ergänzen: zuallererst komplette Entmachtung von rotgrün und dann PRESTO Ingangsetzung der Kernenergetik: billig, sicher, stabil und sauber. Einzige Alternative für Deutschland.