Der Perspektivwechsel der Jugend
Viele meiner Leser haben nicht geglaubt, daß die Jungend die linken Phrasen satt hat. Das hatte sich an der Änderung der Jugendkultur zuerst gezeigt. Solche Lauchs wie die Toten Hosen sind nicht nur in der Hose tot. Ein Duft aus Hedonismus und Nostalgie hat sich verbreitet. Nostalgie, da wissen die Wessis in der Regel nicht was es ist: Es war die Sprachregelung der Nationalen Front für Traditionalismus und Sehnsucht nach der besseren Vergangenheit.
Figuren wie Bruno Mars, Finch, Sabrina Carpenter, Ella Langley, Max Raabe, Shaboozey verkörpern diesen Trend und ehemals woke Schlachtstuten wie Taylor Swift und Charly XCX springen auf den Zug auf, Aber die Jugendkultur ist nur ein Treiber.
Die Schule ist inzwischen das Laboratorium, wo die Grundsätze jeden Tag neu ausgehandelt werden müssen, wo die neuen Herren dominieren, weil sie eine ganz andere Erziehung genossen haben, wie die Lauchs, die von ihren Eltern einen Stahlhelm aufgesetzt bekommen, wenn sie Dreirad fahren. Ich war mal eine Woche im Morgenland und habe das Familienleben im Clan gesehen. Das ist definitiv Erziehung zur Härte bzw. die Jungs dürfen machen was sie wollen. Das kollidiert mit dem Helicopter-Trend in Deutschland. Das war freilich in der Nachkriegszeit noch anders. Wenn man da mal keine aufgeschlagenen Knie hatte, war das ehrenrührig. Man fiel noch von Bäumen und prügelte sich ständig. Wir waren 41 Jungs in der Klasse und 7 Mädchen. Das reichte jede Pause für drei Schlägereien. Wenn der Lehrer reinkam, blieb die Faust stehen, die eben noch in die Magengrube des Nächsten rammeln wollte und alles raste auf die Plätze. Die Islamisierung der Schule ist ein wichtiger Faktor für den Umschwung von links nach rechts.
Was auch eine Rolle gespielt hat war der woke Kóronaterror von Dr. M., Lauterbach und Spahn, die mehreren Jahrgängen das Jugendleben erschwert oder ganz verdorben haben. Die kóronagläubige CDU wird nur noch von 5 % der 18- bis 25jährigen gewählt. Die sehen vermutlich aus wie Philipp Amthor, der Homunkulus aus den 50er Jahren.
Und nicht zu vergessen ist der Drang der Jugend nach Alterntiven, Die Pubertät ist eben auch eine Zeit, wo an den Gewißheiten des Establishments gerüttelt wird. Man lese mal was Don Alphonso über seine Vergangenheit schreibt. Der war sogar mal in der SPD. Allerdings war die damals noch nicht so verkommen. Da inzwischen die Alternative als einzige Opposition übrig geblieben ist, hat sie in der Alterskohorte von 18 bis 25 die Pole Position mit 42 % erreicht.
Das kommt für manche Beobachter überraschend, für mich nicht.
