NGO-Kampagne hat CDU und Linken geschadet
Die von der Regierung und verschiedenen Oligarchen undurchsichtig finanzierten NGOs haben ihr Ziel erreicht, die SPD und die Grünen mit einer millionenschweren Kampagne locker über die 5-Prozent-Hürde zu hieven. Aber das hatte auch seinen Preis. Die CDU liegt heute abend etwa 5 % unterhalb der letzten Umfrage, die Linke 2 %. Bei diesen beiden geschädigten Parteien wird Neid auf SPD und Grüne herrschen, beim einen oder anderen durchgefallenen Kandidaten auch Wut und Frust.
Denn die Gewinne von SPD und Grünen gehen ja nicht von der AfD ab, sondern von CDU und Linken, die zumindest vor der Wahl vorhatten nach der Wahl als Nationale Front 2.0 zusammenzuarbeiten.
Kein gutes Omen für die Koalitionsverhandlungen, sollten die überhaupt stattfinden. Für stark gefledderte Parteien ist es schwierig die schweren Verwundungen der Wahl einfach wegzustecken. Andererseits fühlen sich SPD und Grüne als hätten sie unter der Boxerzeitung geschlafen. Jede der vier Linksparteien wird aus dem Landeshaushalt Leckerli für die eigene Klientel verlangen, was in der Summe angesichts klammer Kassen eigentlich nicht paßt. Die Grünen wollen ihre Windbarone und Klimakleber bevorzugen, die SPD die Nichtarbeiter und Faulpelze und die Linke die Antisemiten aus dem Morgenland. Das ist etwas holzschnittartig und pointierend zugespitzt, aber ein wahrer Kern liegt zugrunde. Die CDU wird gewohnheitsmäßig alle ihre Vorsätze opfern, um einen Ministerpräsidenten zu stellen. Oder täusche ich mich?
Wird angesichts der fragilen Mehrheit der Nationalen Front überhaupt eine Regierung zustande kommen? Ein einziger Abweichler könnte alle Abreden und faulen Kompromisse in Frage stellen. Es muß nicht einmal jemand von der CDU sein, er könnte auch aus der Linken kommen.
Wird Genosse Schulze nach der Klatsche überhaupt noch eine Chance haben? Er wollte ja eigentlich im Amt bleiben, aber ist das mit 18 % noch irgendjemandem vermittelbar?
Die CDU muß sich im Bund mal überlegen, ob sie die NGOs noch pampern will. Das wirkt in der Praxis wie Selbstzerstörung.
So viele Resultate, so viele Fragen.
