Auch Audi ist auf der Flucht

Nach BMW und Mercedes ist auch Audi auf dem Weg ins Ausland, Eine SPD-Hinterbänklerin regte sich heute auf, daß das Unternehmen in Georgia eine Produktionsstätte bauen will. Auf die Idee, die Bedingungen in Deutschland zu verbessern kam sie nicht.

Mit dem neuen Standort kann man dem Verbrennerverbot in der EU entgehen und auch den Brüsseler Klimasteuern. Außerdem wird man die amerikanischen Zölle los.

2026 wird für das Hauptwerk in Ingolstadt eine Produktion von etwa 325.000 bis 300.000 Fahrzeugen erwartet, obwohl die maximale Kapazität bei rund 450.000 Einheiten liegt. Der Audi-Konzern verzeichnet im ersten Halbjahr 2026 einen Umsatzrückgang von über 10 % auf rund 29 Milliarden Euro, während die operative Umsatzrendite im Korridor von 5 bis 7 % erwartet wird. Die Krise bei Audi schlägt sich massiv auf die Gewerbesteuereinnahmen der Stadt Ingolstadt nieder, die von ursprünglich geplanten 150 Millionen Euro auf ca. 55 Millionen Euro 2025 eingebrochen sind, was zu einem städtischen Millionendefizit führt.

In dem neu angekündigten US-Werk von Audi im Bundesstaat Georgia sollen vor allem die großen und hochwertigen Premium-SUVs für den nordamerikanischen Markt montiert werden. AudiQ7, AudiQ8 und AudiQ9, ein neues, besonders großes SUV-Modell, das gezielt auf die USA ausgerichtet ist.

Audi investiert rund 4 Milliarden US-Dollar in den neuen Standort in Macon (Peach County), Georgia. Der Baubeginn ist für 2027 angesetzt, und ab Anfang der 2030er-Jahre sollen dort jährlich bis zu 200.000 Fahrzeuge vom Band rollen.

Audi war schon immer auf der Flucht. Die Firma wurde in Zwickau gegründet und wurde nach dem Kriege vom Russen demontiert. 1949 wurde Audi in Ingolstadt neu gegründet. Damals herrschte in Bayern wieder mal Marktwirtschaft und Kundenwünsche hatten Vorfahrt. Das ist leider vorbei, weil die CSU der umstrittenen vdL untertan ist.

Bei der Stadtratswahl in Ingolstadt erreichte die AfD insgesamt 16,0 % der Stimmen und wurde damit hinter der CSU die zweitstärkste Kraft. Im klassischen Ingolstädter Arbeiter- und Zuwandererviertel, dem Piusviertel kletterte die AfD in einzelnen Stimmbezirken dieses Gebiets bei der Kommunalwahl auf extreme Höchstwerte von bis zu 57,5 %. Eine massive Verärgerung über die elitäre Klimablase gibt es also schon.