Merzens dicke Hose auf fremde Kosten
Der 11. April war just ein schwarzer Tag in der Staats- und Heldengeschichte seiner Majestät des Bundeskanzlers. Zahlreiche deutsche Güter und roboterbewohnte Manufacturen schreiben seit Jahren rote Zahlen, andere erst seit 2025. Diese zeigten sich über die Entlastungsidee von Serenissimo wenig erfreut und wollen itzo ihre Hintersassen nicht prämieren. Auch zehn von 16 Bundesländern haben bereits verkündigt ihre Schatztruhen für derley Firlefanz nicht zu öffnen. Ich möchte mal wissen wieviele Bäcker und welche Krämer in der Lage sind gegenüber ihren Gesellen mal 1000 € auf den Kopf zu kloppen.
Wie bereits dargethan, in der Mitte des Monats reiste seine Majestät mit seinem sozialromantischen und klimabewegten Gefolge in die Villa Borsig bei Berlin. Die Reise ging so geschwindt und incognito, daß er die meisten Straßen schon passiert hatte, eh man vernahm, daß er dagewesen. Diese Villa – erbaut 1911 bis 1913 von Ernst v. Borsig auf der Insel Reiherwerder – ähnelt dem Potsdamer Schloss Sanssouci. Die Lage und das Interieur müssen dem Hofstaat derb zu Kopfe gestiegen sein, als er die Entlastungsprämie nach Gusto eines feudalen Halsabschneiders auf Kosten seiner darbenden Untertanen erfand.
In der grauen Vorzeit berücksichtigte die Obrigkeit bei ihren Befehlen auch Nöthe und Beschwerden der Landwirte, Handwerker und sonstigen gewerblichen Untertanen. Just müssen letztere lernen. daß sie vom Berliner Hof allenfalls noch als Akzise- und Lohnzahler geduldet werden. Die neuen Helden von seiner Majestät sind die Könige aus dem Morgenland, die Pornofilmer aus Sodom und Gomorrha sowie das schuldenfinanzierte Goldene Kalb.
Die Teuffel in der Hölle tun es den Berlinern itzo nach. Sie bereiten dem Vernehmen nach ein Sonderfeuer vor.
Beitragsbild: B. Zeller
