Auswirkungen eines Attentats

Am 16. Juni 2025 wurde der damals 69-jährige Mitarbeiter des Landratsamtes Weimarer Land Thilo Exner in der Lessingstraße in Apolda vor einer Asylunterkunft mit einem Messer lebensgefährlich verletzt. Täter war ein ungefähr 21-jähriger Asylbewerber aus der Türkei. Exner wurde mit zwei Messerstichen in den Bauch schwer verletzt. Er überlebte den Angriff knapp nur durch eine Notoperation. Der Angreifer war den Behörden bereits zuvor bekannt, eine Abschiebung war jedoch mehrfach an fehlenden Papieren gescheitert.

Exner ist mir aus meiner Zeit als Bürgermeister (1999 bis 2016) gut bekannt. Er war Leiter des Umweltamtes und hat mehrmals Schaden von der Gemeinde abgewendet. Es gab zum Beispiel ein Grundstück, in welches in der Russenzeit große Betonteile hereingekippt worden waren. Die BVVG hatte das Grundstück an zwei Einwohner verkauft. Sie entfernten die tonnenschweren Teile, wobei zwei Quetschen gefällt werden mußten, die den Geräteeinsatz behindert hatten. Das hat ein Verräter an das Umweltamt gemeldet, wodurch ein Bußgeldverfahren in Gang kam. Durch Kontakt zum Umweltamt konnte ich das Schlimmste verhindern. Exner war wirklich ein umsichtiger Amtsleiter.

Zunächst wurden die Umstände des Anschlags auf Exner vom Landratsamt vertuscht. Nach einer Weile wurde aber doch bekannt, wer geschädigt worden war.

Als Reaktion auf den Vorfall hatten für den 12. Juli zwei Mitglieder der örtlichen AfD eine Protestdemo „Für ein sicheres Apolda“ angemeldet. Am 9.Juli 2025 hatte der Kreissprecher Gerhardt der AfD eine e-mail an Mitglieder verschickt: „In den letzten Tagen haben sich viele Mitglieder aufgrund der am Samstag geplanten Demonstration „Für ein sicheres Apolda“ mit Fragen und Unsicherheiten an uns gewandt. Als Kreissprecher kann ich Euch sagen, dass diese Kundgebung weder vom AfD Kreisverband organisiert noch von diesem unterstützt wird. (…)

Dieses Vorgehen ist allein schon deshalb nicht tragbar, weil im Vorfeld der Anmeldung keinerlei Absprache mit dem Kreisvorstand stattgefunden hat. Die Organisation der politischen Arbeit, wie die Durchführung von Kundgebungen, obliegt im Weimarer Land allein dem gewählten Kreisvorstand. Viel schwerwiegender und grob parteischädigend ist hingegen die Einladung von Personen und Organisationen, von denen wir uns mit Bundesparteitagsbeschlüssen völlig zu Recht distanzieren, sowie der Versuch, öffentlich eine Verbindung zwischen dieser Kundgebung und unserem Kreisverband herzustellen. Letzteres wird seit gestern zunehmend von der Presse aufgegriffen und gegen uns verwendet. 

Wir haben die Organisatoren und Unterstützer dieses Vorhabens in Absprache mit dem Landesvorstand aufgefordert, die Veranstaltung abzusagen – bislang jedoch ohne Erfolg. Wir bitten daher eindringlich alle Mitglieder von dieser Kundgebung fernzubleiben und insbesondere Redebeiträge zu unterlassen.

Die Veranstaltung fand trotzdem statt, es nahmen ungefähr vier AfD-Mitglieder teil, wenn ich mich im folgenden Video nicht verzählt habe, Nach meinem Erkenntnisstand wurde den Weimarer Querdenkern, den Freien Sachsen und der Heimat das Feld überlassen. Sicher, das deutet auf Organisationsmängel hin, was unbestreitbar ist. Andererseits haben Konkurrenzorganisationen freie Bahn gehabt und vom Blutzoll in Apolda profitiert. Der AfD-Kreisverband hat sich durch seine Untätigkeit nicht mit Ruhm bekleckert. Es gibt durchaus Möglichkeiten eine Demo durchzuführen, wobei der Zugang durch andere Organisationen verhindert werden kann.

Was folgte war skurriles Organisationschaos: Ein Anmelder der Veranstaltung wurde aus der AfD ausgeschlossen, ein anderer nicht. Außerdem erwischte es noch den Fraktionsvorsitzenden der Apoldaer AfD-Stadträte, der an der Veranstaltung weder teilgenommen hatte, noch sie angemeldet hatte.

Die Säuberungen hatten bereits im Juni 2025 begonnen. Der Kreistagsabgeordnete Dirk Geyer von der Bürgerinitiative war aus der AfD-Kreistagsfraktion ausgeschlossen worden. „Nach langer, intensiver Diskussion sowie einer sorgfältigen Abwägung der Vor- und Nachteile unserer Fraktionsgemeinschaft haben wir uns schließlich im Interesse unserer Wähler wie auch im Interesse unserer Partei zur Trennung von der KV BI entschieden.“ So schrieb es der Kreissprecher Gerhardt in einer e-mail vom 19.06.2025. Die lange und intensive Diskussion hatte jedoch nie stattgefunden, jedenfalls nicht in der Kreistagsfraktion. Geyer wurde auch nicht angehört, wie das eigentlich üblich ist.

Zurück zu Thilo Exner. Einwohner aus Apolda berichten, daß er die Lessingstraße nicht mehr betreten will. Sicher würde er sich in Apolda nur fühlen, wenn die messerstechende Kanaille endlich abgeschoben wird. Derzeit ist der Türke angeblich im Narrhaus. Aber das ist in der Regel die Vorstufe, daß er die deutsche Staatsbürgerschaft erhält und von der Nationalen Front 2.0 wieder auf friedliche Einwohner losgelassen wird,

Buka Merz ist ständig im Ausland unterwegs. er könnte ja auch mal nach Ankara fahren und von seinem dortigen Kollegen Papiere für den Ausraster mitbringen. es wird höchste Zeit, daß ganz andere Saiten aufgezogen werden.

Unser Krieg findet nicht in der Ukraine statt, sondern auf unseren Straßen, in den Bahnhöfen, Zügen und Bussen. In den Kaufhallen und in den Schulen. Klingbeil und Merz sind völlig desorientiert, weil sie sich vermutlich durch das schändliche Zwangsfernsehen desinformieren. Da wird mit der Qual vom Wal von den drängenden Problemen abgelenkt..