Konfusion bei der Kriegsberichterstattung

Ich habe mich wegen zahlreicher Medienlügen aus der Berichterstattung über die Konflikte in der Ukraine und am Golf herausgehalten. Es fällt aber auf, daß zahlreiche Berichte mit Luftbildern nicht makellos übereinstimmen und eigene Erfolge der Kriegsparteien überbetonen.

Zum Beispiel fluten zahlreiche Videos zum Donbass das YouTube, die man nur als einseitige Propaganda abstempeln kann. Relativ verläßlich ist lediglich Macronomist, was ich als Quelle empfehlenswert halte. Es handelt sich um einen unabhängigen Kartierer, der anonym agiert, aber tägliche Updates zur Lage an der Front veröffentlicht. Er scheint aus der Gegend zu sein, weil er die Sprachen der Konfliktparteien beherrscht.

Derweilen trudelt der Konzern Rheinmetall, der von der bizarren FDP-Politikerin MASZ beaufsichtigt wird. Die Aktie hat seit September etwa 44 % ihres Werts verloren. Der Umsatz hatte sich seit Ausbruch des Kriegs lediglich um gut 40 % erhöht, während die Aktie sich zeitweise verzehnfachte und ein KGV von über 100 erreichte. Die Marge betrug 2025 7,2 %, was angesichts der sportlichen Bewertung irre wenig war.

Die Seite Aktienfinder schreibt: „Multipliziert mit dem bereinigten Gewinn pro Aktie in Höhe von 22,56 EUR auf die letzten 4 Quartale ergibt sich für die Rheinmetall Aktie ein fairer Wert von 447,27 EUR. Der aktuelle Kurs von 1.121,60 EUR liegt 150,8% über diesem fairen Wert, was einer starken Überbewertung der Aktie entspricht.

Man sieht hier, wie eine euphorische Medienberichterstattung, bei der für Rheinmetall ständig mit Erfolgsmeldungen getrommelt wurde, zu irrationalem Verhalten führte und Gier den Verstand fraß. Ein Warnsignal war zum Beispiel, daß der Mindererfolgskanzler Scholz und Lars Klingbeil die Firma besucht hatten. An ihnen klebt bekanntlich das Pech.

Man muß immer einen kühlen Kopf behalten.