Glanz und Elend der Wasserstoffwirtschaft
Er sollte ja der Heilsbringer von Stahlindustrie und Verkehr werden: Der Wasserstoff. Insbesondere nach der Machtergreifung des Graichenclans wurde das Märchen von Wasserstoff aus Namibia erzählt. Wenn man sich die Erfolge der Wasserstoffwirtschaft ansehen will, sollte man auf 4 Unternehmen schauen.
Das am medial meisten hochgejuchtelte Untenehmen war NEL ASA aus Norwegen. 2025 schaffte es einen Umsatz von 963 Mio NOK und machte dabei einen Verlust von 1,3 Mrd. NOK. Der Umsatz ist seit 2023 stark eingebrochen.
Der amerikanische Betrieb Plug Power schaffte 2025 einen Umsatz von 710 Mio US$ und machte dabei einen Verlust von 1,7 Mrd. US$. Der Umsatz ist seit 2022 etwa konstant.
Die kanadische Ballard Power erreichte 2025 einen Umsatz von 139 Mio CAD und machte dabei einen Verlust von 120 Mio. CAD. Der Umsatz ist seit 2019 etwa konstant.
Man kann schlußfolgern, daß die Wasserstoffwirtschaft technisch und finanziell gescheitert ist.
Nun kann man fragen: Wo bleibt der Glanz? Es gibt eine deutsche Firma – SFC Energy – die inzwischen erfolgreich ist, allerdings in einer Nische. Sie macht dieses Jahr voraussichtlich 176 Mio € Umsatz, bei voraussichtlich 22 Mio, € Gewinn. Die SFC Energy AG verdient ihr Geld primär mit dem Verkauf von Brennstoffzellensystemen für die netzferne und hybride Stromversorgung. Im Gegensatz zu vielen anderen Wasserstoff-Unternehmen, die noch hohe Verluste schreiben, arbeitet SFC Energy hochprofitabel. SFC beliefert das Militär (z. B. die Bundeswehr) und Sicherheitsbehörden mit getarnten, extrem leisen Energieversorgungen für Soldaten im Einsatz oder für Grenzkontroll- und Überwachungssysteme. Dieser Sektor macht mittlerweile rund die Hälfte des Geschäfts aus und treibt die Gewinnmargen massiv nach oben. Zum Erfolgsrezept gehört, daß die Zellen auch mit Methanol arbeiten.
SFC baut darüber hinaus hochpräzise Spulen, Transformatoren und Netzteile. Diese Komponenten werden an High-Tech-Unternehmen aus der Halbleiterausrüstung, der Medizintechnik und der Rüstungsindustrie verkauft, um eine absolut stabile und verlustfreie Stromverteilung zu garantieren.
In den ewiggestrigen Lügenmedien ist die Wasserstoffwirtschaft nach wie vor stark präsent – allerdings hat sich der Tonfall fundamental verändert. Der euphorische „Zukunftshype“ der frühen 2020er-Jahre ist in der aktuellen Berichterstattung einer tiefen Ernüchterung gewichen. Dominierten früher Schlagzeilen über ambitionierte Regierungspläne, prägen heute Berichte über das Verfehlen von Zielen die Zeitungsseiten und das Zwangsfernsehen.
Hohe Produktionskosten, regulatorische Unsicherheiten und das Fehlen von verbindlichen Abnehmern (da grüner Wasserstoff schlicht zu teuer ist) werden medial als die Hauptbremsen identifiziert. Es wird über den verzögerten Bau des Wasserstoffkernnetzes und das Ende des grünen Stahls gejammert.
