Vera Lengsfeld: Die Ukraine aus historischer Sicht

Kein geringerer als Helmut Kohl wollte, daß Vera Lengsfeld 1998 für die CDU in den Bundestag einzieht. Er wollte damit wohl Stimmen aus der DDR-Opposition bekommen. Als Direktwahlkreis für Frau Lengsfeld war der thüringische Wahlkreis 191 ausgewählt worden, wohl weil sie aus Sondershausen stammte.  In Apolda fand die Aufstellungsversammlung für die Kandidaten statt, bei der es mehrere Gegenkandidaten gab, unter anderem den Jungpolitiker Mike Mohring. Mohring unterlag bei der Abstimmung und seitdem war Frau Lengsfeld seine Hauptfeindin. 2002 wollte Frau Lengsfeld wiedergewählt werden und machte das, was Politiker so tun, sie versuchte Anhänger an sich zu binden. Deswegen lud sie zu einer Gründungsversammlung der Mittelstandsvereinigung im Landkreis Weimarer Land ein. Es kamen 14 Selbständige und der Kreisverband des MIT wurde gegründet. Bei dieser Veranstaltung lernte ich sie etwas näher kennen. Frau Lengsfeld wurde in den Bundestag wiedergewählt. Ein Jahr später wurde Mohring Kreisvorsitzender der CDU im Weimarer Land. Was dann passierte, kann man sich denken.  Nur soviel: 2005 wurde Vera Lengsfeld nicht wieder als Kandidatin aufgestellt.

So, das war nun erst mal ein bißchen Parteitratsch. Frau Lengsfeld war im Wahlkreis 191 etwas unterrepräsentiert, dafür machte sie bundesweit immer wieder Schlagzeilen und gute Arbeit im Bundestag . Sie gehörte nicht zu den unbekannten Parteisoldaten, auch Hinterbänkler genannt.  Sie arbeitete viel publizistisch und dieser Schreiberei ist Vera Lengsfeld bis heute treu geblieben. Ich habe sie im letzten Jahr auf vielen Seiten, wie ef, achgut, Freie Welt als Autorin wiedergefunden.

In der Freien Welt hat Frau Lengsfeld einen kurzen geschichtlichen Blick auf die Ukraine geworfen. Der Artikel: >Hier.

Zusammenfassung von Frau Lengsfeld: In der westlichen Geschichtsbetrachtung haben die nazistischen Gräuel die Schrecken und Verbrechen der Sowjetisierung Ostpolens in den Hintergrund treten lassen.

Sie sind aber in Osteuropa nicht vergessen. Bis heute geht ein tiefer Riss durch das Kunstgebilde Ukraine.

Es rächt sich, dass die Westeuropäer nie bereit waren, die schrecklichen Konsequenzen des Hitler-Stalin-Paktes wirklich zur Kenntnis zu nehmen.

Deshalb machen EU-Politiker Forderungen auf, die „territoriale Integrität“ der Ukraine müsse um jeden Preis erhalten werden, statt es den Ukrainern zu überlassen, wie sie mit ihrem tief gespaltenen Land umgehen wollen.

Die Tschechoslowakei hat es vorgemacht, dass eine friedliche Trennung möglich und  vorteilhaft ist.