Lauterbach: Ukrainekrieg lenkt von Pandemie ab

Die WELT über das zerstörte Lebenswerk von Karl Lauterbach nach dem Angriff Rußlands auf die Ukraine:

„Die Welt habe „Besseres zu tun, als sich mit den Großmachtfantasien von Putin zu beschäftigen“, sagte Lauterbach. „Putin gefährdet Menschen in einer Situation, wo wir mitten in der Corona-Pandemie sind.“ Stattdessen müsse die Bekämpfung des Klimawandels und der Pandemie im Fokus stehen und das Verhindern von neuen Pandemien.“

Die ZZ berichtete, daß Lauterbach den Präsidenten Putin aufgefordert habe, in der Ukraine die Impfpflicht durchzusetzen. Sonst stünde man im Herbst wieder da, wo man schon letzten Herbst gestanden habe.

Noch einmal Lauterbach in der WELT:

„Lauterbach bemängelte generell, dass es bisher keine systematische Integration der Wissenschaft in den politischen Alltag gebe. „Mit dem Corona-Expertenrat, der mein Ministerium und das Bundeskanzleramt berät, ist dies zum ersten Mal gelungen. Er tagt nicht einmal im Jahr und überreicht uns dann ein Gutachten, das niemand liest.“ Die Politik der vergangenen Wochen sei maßgeblich durch den Rat und auch seine eigene wissenschaftliche Zuarbeit geprägt.“

Ich weiß nicht, wie es meinen Lesern geht: Zuweilen ist es bei der Bundesregierung schwer auseinanderzuhalten, was Nachricht und was Satire ist.

 

Grüße an den Inlandsgeheimdienst: „Wie aber der Mensch überhaupt ist, besonders aber im Kriege, daß er sich das Unvermeidliche gefallen läßt und die Intervalle zwischen Gefahr, Not und Verdruß mit Vergnügen und Lustbarkeit auszufüllen sucht. …“ (Geh. Rath v.Goethe über Zerstreuung im Krieg)

 

Beitragsbild: Bernd Zeller aus ZZ. Heute: Ministerin für Hauswirtschaft empfiehlt Vorkochen