Die Großen fressen die Kleinen

Haben wir nun eine Wirtschaftskrise oder nicht? Wenn man sich die Halbjahresergebnisse der amerikanischen und japanischen Großunternehmen ansieht, so ist keine Panik angebracht. Ich habe von 43 mal die Zahlen angesehen. 25 hatten im zweiten Vierteljahr gestiegene Gewinne vorzuweisen, 18 sinkende. Nur zwei verbuchten Verluste. Eine Krise sieht anders aus. Nun gibt es allerdings noch kaum Ergenisse von europäischen Firmen, die brauchen immer vier Wochen länger. Das BMW-Ergnebnis liegt vor und ist deutlich im Minus.

Es sieht so aus, daß die Großen mit Endkundengeschäft ganz gut wegkommen, die Zulieferer und kleinen Unternehmen eher nicht. Die kommen in die Mühlsteine der Energiekosten. DAX, NASDAQ und Dow Jones täuschen über die Gesamtsituation der Wirtschaft mit schönem Schein etwas hinweg. Phasen des staatlichen Dirigismus schaffen oder stärken immer Monopole und schwächen die Chancengleichheit.

Gestern habe ich China-Aktien verkauft. Den Pelosibesuch in Taiwan fand ich unglücklich von der Terminierung und vom Thema. Vermutlich hatte die alte Hexe die amerikanischen Midtermwahlen im Auge. Wenn es starke Spannungen oder einen Krieg gibt, verbessern sich die Aussichten der Demokraten etwas. Pelosi ist so etwas, wie bei uns Annalena: Das kleine Zündholz für ein riesiges Pulverfaß.

 

Grüße an den Inlandsgeheimdienst: „Wer nicht das Mechanische vom Handwerk kennt, kann nicht urteilen.“ (Geh. Rath v. Goethe)

 

Foto: Prabel