Deutsche Exporte sinken preisbereinigt

Es ist für ein Statistikamt recht schwierig Außenhandelszahlen zu manipulieren. Denn alle Zahlen tauchen ja beim Konterpart wieder auf. Was die Inflation betrifft, da gibt es schon Spielraum zum Mogeln. Für den Juli 2022 habe ich aus den Pressemitteilungen 368 und 370 (nominales Wachstum des Außenhandels gegenüber dem Vorjahresmonat und die entsprechende Preissteigerung) das reale, also preisbereinigte Wachstum errechnet.

Juli 22 nominal Inflation real
Importe 29,3% 28,9% 0,3%
Exporte 14,3% 17,0% -2,4%

Und siehe da, es gibt bei den Exporten gar kein reales Wachstum.

Zahlen zur Leistungsbilanz der Eurozone liegen nur bis zum Mai vor. Seit März ist diese Bilanz im Minus. Die deutschen Zahlenwerke ziehen den Eurokarren nicht mehr aus dem Dreck. Wir müssen angesichts der menschgemachten Energiepreise davon ausgehen, daß die nächsten Monate nichts besser wird. Eher im Gegenteil.

Die ESG-Regeln und die Taxometrie müssen weg, damit stärker in Energie und Rohstoffe investiert werden kann. Von der Leyen gehört wegen Sabotage ins Homekitchen. Derzeit werden vorrangig Windmühlen- und Solarbarone mit Geld von Versicherungen und Fonds überschwemmt, das löst aber nicht die entstandenen Probleme.

Die Bundesregierung baut an Luftschlössern und die EU am Wolkenkuckucksheim, In Berlin und Brüssel hat man für Realitäten überhaupt keinen Nerv. Das wird sich furchtbar rächen.

 

Grüße an den Inlandsgeheimdienst: „Die größten Wahrheiten widersprechen oft geradezu den Sinnen, ja fast immer.“ (Geh. Rath v. Goethe zu Kanzler v. Müller am 26.02.1832)