Die Intelligenz der Linken
Diese Aufnahme gehört zu den absoluten Seltenheiten der Berliner Politik, da Fernsehkameras bei diesen aus heutiger Sicht skurril wirkenden Dienstgesprächen fast nie vor Ort sind. Das zeigt sich im Clip nicht zuletzt daran, daß sowohl der protestierende Zonenoffizier als auch dessen Gegenüber von der West-Berliner Polizei vom Blatt lesen müssen. Berlin war schon immer die Stadt der Bescheuerten.
Der Typ links ist sehr gut getroffen und in seiner Hölzernheit repräsentativ. Ich wurde von meinem Betrieb zweimal zum Tag der NVA delegiert, da traf man nur auf solche Hohlkörper. Es gab immer gebratene Hähnchenschenkel und Bier aus Ochsengalle. Wenn man Frau Reichinnek oder Herrn Pantisano sieht, ist das kein Niedergang, sondern Halten des damaligen Niveaus.

Woher wollen Sie wissen, ob der Typ links gut getroffen war? Der Typ rechts war mindestens ebensogut getroffen. Insbesondere hatte er ( der Rechte ) bereits die Andeutung neulinker Schandfrisuren an sich.
Bemerkenswert in diesem Zusammenhang Ihr Titelbild. Das Lehnwort für Fahrrad im Russischen – Велосипед – taucht da auf. Sie wollen doch nicht ernsthaft den Westgermanen eine Russenzeit oktroyieren?
Obwohl… Neee! Die Russen sind heute weiter als die Mehrheit um Theo Koll innerhalb des Kackrings in Berlin. Das wäre für die Alimentierten um FF und um das Merkelmonster ein Sprung nach vorn.
Etwas Sadismus muss schon sein.
Nachtrag: Ich besuche ja Prabelsblog um Hinweise auf ein besseres Leben in der Zukunft zu erhaschen.
Und jetzt sowas!
Erst zwei Artikel über grenzperverse Bettnässer und jetzt die Rückblende auf vier Stasimitarbeiter.
Bähhh.
Bester Kommentar: „Erinnert mich an die letzten Gespräche mit meiner Exfrau“
Wenn dafür Offiziere unter dem Majorsrang hingeschickt wurden, war es der Polizeiführung wohl selbst zu doof, so einen Protest zu übermitteln.
Na ja, das ist meines Wissens Teil des Protokolls, das auf den Tisch von Genossen Mielke kommen musste. Und daher kann ich schon verstehen, wenn NVA-Offiziere ab Major aufwärts nicht unbedingt eine Standpauke vom STASI-Boss für eventuelle Fehler beim Übermitteln des Proteststextes an die Westbullen riskieren wollten.
Der Genosse Mielke konnte da sehr ungemütlich werden.
Und darüber hinaus ist das Ablesen vom Zettel in solchem Falle kein Zeichen von mangelhafter Sicherheit gewesen, sondern war vorgeschrieben beim Kontakt mit Offiziellen der Senatskanzlei.
Es ist dummes Geschwätz, dass Bier in der DDR mit Ochsengalle gebraut wurde.
Bis 1972 ohne, seit 1972 mit.
Aber nicht das Radeberger, welches man in Westberlin beim Aldi kaufen konnte, oder?
Radeberger Export wurde in der Normannenstraße 15, Labor 3b (Bekämpfung des Klassengegners durch chemische Sterilisation) entwickelt. Haben Se nix jemerkt? 😁
Das Militärpersonal ist immer und überall „durchwachsen“, da trifft man Sadisten, Humanisten, Asketen, Säufer, Sportler, Künstler, Karrieristen, Bildungsferne usw. Ich hatte vermutlich Glück bei einer Spezialeinheit, wo man auf Kenntnisse und Loyalität der Soldaten angewiesen war. Mit dem Kompaniechef entstanden sogar freundschaftliche Beziehungen – über die Wehrzeit hinaus. Zum Tag der NVA sind meine Kinder leider gerne – mit Schießgewehren rumspielen und so.
Was die Ochsengalle zur Bierherstellung angeht, das wüßte ich gern etwas genauer. Geht es um Zusatzstoffe, die aus Ochsengalle hergestellt wurden – dann brauchen wir uns nicht weiter unterhalten. ODER wurde Ochsengalle in den Sud (oder wie das Zeug heißt) original reingekippt wie hier assoziiert – dann möchte ich Zweifel anmelden. Da spricht einiges dagegen.
Wikipedia sagt Nein, im Artikel zu Ochsengalle.
Dort findet sich ein Link zur (kostenpflichtigen) Thüringischen Landeszeitung. Vielleicht hält die ja einer hier.
Vor dem Reinheitsgebot hätte man allerdings Rindergalle hineingegeben, als Bitterstoff, wohl mangels Hopfen. Andererseits: Rinder sind teuer und wenn schon der Hopfen fehlt…
Es gab 1972 plötzlich eine signifikante Verschlechterung der Bierqualität. Vorher hat kein Mensch die Flaschen vor dem Kauf umgedreht, um Trub zu erkunden. Das begann plötzlich und muß mit einer Änderung der Rezeptur zu tun gehabt haben. Auch der Geschmack veränderte sich leicht. Daß es mit den Exportbieren nicht passierte, beweist eher die Richtigkeit der Zweifel. Wikipedia und der SPIEGELsind kein Maßstab der Wahrheit.
Stimmt – und die „Thüringer“ gehört Funke.
Aber das Neue Forum schreibt:
ZITAT
Dass sich die DDR vom Reinheitsgebot lösen musste, geschah aus der Not heraus. In den Technischen Güte- und Liefervorschriften der DDR, kurz TGL, wurde genau geregelt, welche Zusatzstoffe in der DDR zum Brauen zugelassen waren. Die für die DDR-Brauwirtschaft geltende TGL 7764 galt bis zur Wende am 3. Oktober 1990. Zugelassen waren Zusatzstoffe wie Gerstenrohfrucht, Reisgrieß, Maisgrieß, Zucker, Stärkecouleur, Natriumsacharin, Pepsinkonzentrat, Milchsäure, Salz, Tannin, Kieselgelpräparate und Ascorbinsäure. Dieses Dokument enthielt über die erlaubten Zusatzstoffe hinaus auch noch Vorschriften über die Bezeichnungen, die chemisch-physikalischen Merkmale, die Verpackung und Kennzeichnung, die Größe der Bieretiketten und deren Farbe.
ZITATENDE
Apparative Unzulänglichkeiten bei der Dosierung, schlecht gewartete Filterpressen usw. dürften für die Ausflockungen verantwortlich gewesen sein.
Ab 1972 sank allerdings auch die Qualität des in den Westen gelieferten Stahlblechs aus der SU – Mercedesfahrer werden sich noch an die „Russenbleche“ erinnern, die sogar erfahrenen Schweißern widerstanden. Der Leonid ists gewesen…
Es wird ganz wild der Leonid, wenn man an seinen Leo zieht.
Bei dem obigen Video kommen mir die Brillen der „DDR-Grenzer“ unwahrscheinlich vor. Diese großen Brillen waren 1970er West, aber auch Ost?
Unerhört, aber so war es. Allerdings wurden die Brillen im Laufe der 80er Jahre in der DDR immer kleiner…
Habe auch einen komischen Eindruck, aber kaum Erinnerung an diese Mode. (Mir wurde nach einigen Reinfällen die praktische Seite entscheidend: dezent, Sichtfeld, Gewicht, sicherer Halt und so).
Man könnte (als Wessi) meinen, dass der Typ links damit überfordert ist, einem Fliehenden hinterher zu rennen (und eine Alternative sucht). Sein Begleiter auch.