AfD verdrei- bis vervierfacht ihr Ergebnis in Niedersachsen

Erste Teilergebnisse der Wahl liegen um 21 Uhr bereits vor. In einigen Kreisen und Städten liegen die Alternativen derzeit auf Platz zwei. Der Erfolg geht wie zu erwarten auf Kosten von SPD, CDU, Grünen und FDP. Besonders in den VW-Standorten geht es den Sozialdemokraten ganz schön an den Kragen. Auch im Westen lassen sich nicht mehr alle Leute verdummen.

Die Salzgitter AG stellt Flachstahl, Grobblech und Stahlrohre her. Dazu gehört auch die moderne Rüstungs- und Spezialstahlfertigung. Das Volkswagen Werk Salzgitter fertigt neben klassischen Otto- und Dieselmotoren auch Komponenten für E-Antriebe. Zudem startete die konzerneigene PowerCo-Gigafabrik die Großserienproduktion von Einheits-Batteriezellen für Elektro-Kleinwagen. MAN Truck & Bus produziert Lkw der Baureihen MAN TGS und TGX sowie zugehörige Aggregate. Die Robert Bosch Elektronik GmbH fertigt elektronische Motorsteuergeräte, während Alstom (vormals LHB) Lösungen und Fahrzeuge für den Schienenverkehr anbietet. Die meisten dieser Unternehmen sind in der Krise. In der kreisfreien Stadt Salzgitter gab es folgendes Wahlergebnis:

AfD 27, 4 % (+ 16,9 %)

SPD 25,9 % (- 9,1 %)

CDU 23,2 % (- 6,6 %)

Grüne 5,9 % (- 2,6 %)

Insgesamt hat die SPD im Land 5,4 % verloren, die CDU 4,5 %, die Grünen 1,8 %. Dagegen gewann die AfD 11,3 %. Man muß bedenken, daß die Niedersachsen vermögenstechnisch etwas mehr Fleisch auf den Rippen haben, als die Ossis. Die können sich Klingbeils Kraftstoffpreise etwas länger leisten. Niedersachsen ist jetzt stimmungsmäßig angekommen, wo der Osten vor fünf Jahren war. So weit ist der Rückstand nicht.