Kerkeling als Steuerexperte

Die SPD hat mögliche Steuern und Abgaben beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz und Robotik auf die Tagesordnung einer Fraktionssitzung gesetzt. Es ginge laut dpa darum, technischen Fortschritt und gute Arbeit in Zukunft zu verbinden. „Und hier erleben wir mit dem Thema künstliche Intelligenz eine Revolution, wo wir auch die politischen Rahmenbedingungen letztlich setzen müssen. Denn die Frage ist nicht, ob das passiert, sondern die Frage ist, wie es passiert“, sagte der Fraktionskönig Miersch.

Die SPD-Bundestagsfraktion diskutiert über die KI-gestützte Zukunft der Arbeit und hatte auch Fachleute eingeladen. Darunter die Stimmungskanone der Regierung – Kerkeling – der einen Impuls mit einem Vortrag geben sollte. Nein, das ist keine Satire. Das ist Berlin-Mitte.

Ich stelle es mir schwierig vor, in einem Unternehmen den Anteil des Gewinns zu ermitteln, der von KI oder Robotern erwirtschaftet wird. Bisher hatte der Fiskus beispielsweise darauf verzichtet, den Gewinnanteil einzufordern, der mit Flachzangen, mit Bohrmaschinen oder mit Salzsäure erarbeitet wird.

Wenn es darum ginge den Pilgerweg nach Compostella zu beschreiben, wäre Kerkeling ein Fachmann. Aber welchen Gewinnanteil seine Einschlafgetränke an seinem Buch „Ich bin dann mal weg – Meine Reise auf dem Jakobsweg“ gebracht haben, das wäre mit dem Fiskus wohl umstritten.

Merz hat sich darauf eingelassen mit Narren zu regieren, was darauf hinweist, daß er wohl auch selber einer ist. Man kann sich Berlin nicht mehr ohne einen Schauder ansehen: Eine geschützte Werkstatt ist Gold dagegen.