Austin Powers auf der Jagd nach Epstein?

Die Austin-Powers-Filme kamen just ins Kino, als Epstein seinen Inselkram begann. Kern der Filme war die Auseinandersetzung des Geheimagenten Powers mit einem verrückten Wissenschaftler namens Dr. Evil. Gestern geisterte die Geschichte durch die Medien, daß Epstein Kontakt zu Neandertal-Forschern suchte, um ein Monster zu rekonstruieren. Zwei Urzeitforscher bekamen offensichtlich viel Geld von ihm, ein Dritter in Leipzig, der das Genom des Neandertalers entschlüsselt hatte, entzog sich der abwegigen Idee. Offensichtlich wollte Epstein minderjährige Frauen mit Neandertaler-Samen befüllen, oder auch mit seinem eigenen. In Weimar hatte ich als Jugendlicher bei der Reichsbahn mal mit dem Gepäckarbeiter Bubi zusammengearbeitet, der eine niedrige fliehende Stirn, hervorstehende Augenbrauen, eine herausragende Gebißpartie und einen stieren Blick hatte. Die schwarzen Haare hatte er nach hinten gekämmt und gegeelt. Außerdem war er geil auf Weiber. Er sah aus wie der Urmensch im Frühgeschichtsmuseum, blieb mit dem Gepäckkarren auf dem tiefer liegenden Gepäckbahnsteig immer gegenüber von Bänken stehen und glotzte sitzenden Mädchen unter die Röcke. Es gab damals den Eisernen Vorhang, so daß Epstein nicht rankam.

Der verrückte Wissenschaftler ist ein wiederkehrendes Motiv in Romanen, Filmen und bei Betrug. Schon in Metropolis gab es den Rotwang, der einen humanoiden Roboter baute, um finstere Zwecke zu verfolgen. Es folgte Frankenstein in vielen Varianten, in der nackten Kanone stellte Leslie Nielsen dem Ayatolla Chomeini bei einem Schurkentreffen eine glühend heiße Kaffeekanne auf die Hand. Der schrullige Laborwissenschaftler Ed Williams spielte in allen drei Filmen an der Seite von Leslie Nielsen den kauzigen Experten, der für absurde wissenschaftliche Erklärungen zuständig war. Der Klimakasper Mojib Latif behauptete vor vielen Jahren im SPIEGEL. daß es in unseren Breiten nicht mehr schneien könne. Und so weiter. Zurück zum roten Faden: Der filmische Dr. Evil trägt einige Züge von Epstein. Powers durchsuchte beispielsweise das Hotelzimmer von Alotta Fagina, der Sekretärin von Nummer Zwei, Sie war wahrscheinlich so eine Anspielung auf Ghislaine Maxwell. Der Film behauptete Verbindungen Dr. Evils zum englischen Königshaus, was sich auch als belastbare Vermutung herauskristallisierte. Und in der berühmten Zeltszene wurde pointierend zugespitzt auf die sexuellen Perversionen auf Epsteins Jungferninsel angespielt.

Wußte man im Filmteam von Austin Powers schon von Epsteins Umtrieben? Oder war alles nur Phantasy? Wenn es nur ein Film gewesen wäre, könnte man auf Zufall tippen, aber bei dreien?