Jubel über das zweitschlechteste Ergebnis

Die Bibel lehrt die fromme Christenunion mit fast nix auszukommen. Der Apostel Paulus beispielsweise sprach darüber, daß er gelernt habe, in jeder Lage zufrieden zu sein, ob er wenig oder viel hat (Philipper 4,11-12).

Mit dieser biblischen Bescheidenheit ist nach einem langen Marsch der Union durch die oppositionelle Wüste auch Gordon Schnieder gesegnet. Er freut sich wie wild über das zweitschlechteste Ergebnis der CDU in Rheinland-Pfalz. Die CDU lag zwischen 1971 und 1987 im Land immer über 50 %. Das ist der Maßstab.

Die SPD errang heuer ihr schlechtestes Resultat in der Landesgeschichte. Noch 2006 erzielte sie unter dem Elektriker Kurt Beck, der dieselbe schlichte Frisur trug, wie seine Wähler, 45,6 %. Der SPD-Spitzenkandidat Alexander Schweitzer habe einen „hervorragenden Wahlkampf“ gemacht und „tolle Zustimmungswerte“ gehabt, so der spintisierende SPD-Generalsekretär Klüssendorf heute abend..

Geradezu frenetisch jubelten die Grünen bei der Wahlparty über ihr mittelschlechtes Ergebnis. Noch bei der Bundestagswahl 2025 hatten sie im Land über 10 % eingefahren. Sie kennen den Trick, wie man bitteres Wahl-Wasser mit Rückenwind von ARD und ZDF in süßen agitatorischen Wein verwandelt.

Die AfD hat zwar wirklich ein gutes Ergebnis erzielt, gemessen an den Notwendigkeiten das Rheinland vor Reinfall, die Pfalz vor Filz, das ganze Land vor der Nationalen Front des demokratischen Deutschlands und dem sich beschleunigenden Niedergang zu retten, ist eine Verdopplung aber viel zu wenig.

In Hiob 20:5 kann der eine oder andere Jubilant nachlesen, daß der „Jubel der Gottlosen kurz ist und die Freude der Heuchler nur einen Augenblick währt“.

Bisher konnte mir noch niemand erklären worin der gravierende Unterschied zwischen Schweitzer und Schnieder besteht. Diese Differenz ist ein Mysterium, da beide an den sinistren Altären der woken Klimasekte opfern.