Die Vertreibung der Juden aus islamischen Staaten
Die kolonialistischen Forschungen an unseren Hochschulen sind natürlich totaler Bullshit. Zum einen wird immer unterschlagen, daß 1 bis 2 Millionen Europäer und Kaukasier in Afrika versklavt wurden, vor allem in den Barbareskenstaaten, aber auch in Ägypten. In Süditalien steht an der Küste alle 5 km ein sog. Türkenturm, der der Abwehr von islamischen Überfällen diente. Weitere Millionen, vor allem Kaukasier und Balkanvölker landeten in der Türkei, zum Beispiel als Janitscharen. Zum anderen wird die Vertreibung der Juden aus Marokko, Tunesien, Jemen, dem Irak, Ägypten und anderen arabischen Staaten von 1941 bis 1970 übergangen.
1860 lebten etwa 12.000 Juden im Heiligen Land. Mit der ersten Einwanderungswelle 1882 bis 1903 kamen etwa 30.000 Einwanderer aus Osteuropa, Russland, Rumänien und dem Jemen. Die Jahre 1904 bis 1914 brachten 35.000 bis 40.000 Einwanderer, vor allem aus Russland und Polen, in das Land. In Tel Aviv entstand seit 1904 das jemenitische Viertel. Gleichzeitig wanderten europäische Juden ein, was man an Jugendstilbauten aus der Zeit ablesen kann. Von 1919 bis 1923 kamen 35.000 Einwanderer ins Land, von denen 53 Prozent aus der Sowjetunion und 36 Prozent aus Polen stammten. Die Ursachen der Einwanderungswelle lagen in den Folgen der russischen Oktoberrevolution und des Bürgerkrieges und den Pogromen in der Ukraine in den Jahren 1919 und 1920 mit 150.000 ermordeten Juden. 1924 bis 1927 kamen 67.000 Einwanderer, die Hälfte von ihnen aus Polen. Ein Grund war, daß die USA mit dem Immigration Act of 1924 ihre Grenzen für Masseneinwanderungen weitgehend abschotteten.
Die fünfte Einwanderungswelle erstreckte sich über den Zeitraum von 1930 bis 1939 und brachte 250.000 Einwanderer. Sie kamen überwiegend aus Polen, Deutschland, Österreich, Rumänien, Griechenland, Jemen und dem Irak. Am Vorabend des Zweiten Weltkrieges lebten 475.000 Juden in Palästina, ungefähr vierzig Prozent der Gesamtbevölkerung des Gebiets.
1948–1951 gab es 687.624 jüdische Einwanderer, vor allem aus Ägypten, dem Irak, Polen und Rumänien, sowie 123.371 aus dem Jemen, 34.547 aus der Türkei und 21.910 aus dem Iran. 1955–1957 wanderten in Zusammenhang mit dem Ende der französischen Kolonialherrschaft etwa 100.000 Leute aus Marokko, Algerien, Tunesien und Libyen ein. Vom November 1961 bis zum Frühling 1964 wurden 80.000 Juden aus Marokko über Frankreich und Italien nach Israel gebracht. In den Folgejahren wurden nach dem Zusammenbruch des Kaiserreiches 32,000 äthiopische Juden eingeflogen.
1969 bis 1995 evakuierten sich etwa 700.000 Leute aus der Sowjetunion bzw. aus deren Nachfolgestaaten, vor allem aus Russland und der Ukraine. 2015 fuhr mich ein Taxifahrer von Lot nach Tel Aviv, der aus Uzbekistan gekommen war und wie ein Rohrspatz auf die Uzbeken schimpfte, die seiner Meinung nach crazy seien. Als ich in der Allenby-Straße in einem Cafe saß, lief der Fernseher auf Russisch: „Nasch Rabbi gawarit.,. “ Auch auf dem Gummibahnhof in Tel Aviv wurde ich mehrfach russisch angesprochen. Die Einwanderer aus dem Sowjetbereich machen derweilen etwa 17 % der Einwohner aus, die aus moslemischen Ländern samt ihren Nachkommen etwa 50 %.
Zur rechtlichen Stellung der Juden im Morgenland und Nordafrika soviel: Wie Christen, Zarathustrier und andere Leute des Buches waren auch Juden in muslimischen Ländern seit dem Aufkommen des Islam nach dem Recht der Dhimma gegen Zahlung von Schutzgeld geduldet, wenngleich sie weniger Rechte hatten als Moslems. Mit der Kolonialisierung änderte sich das: Juden hatten gleiche Rechte wie die Kolonialherren. Nach dem Abzug von Franzosen, Engländern und Italienern wurden sie wieder entrechtet. Die aus islamischen Ländern nach 1941 vertriebenen Juden wurden fast alle enteignet, ihr Gut beschlagnahmt.
Wikipedia schreibt dazu: „Seit 1947 wurden über 1000 UNO-Resolutionen zum arabisch-israelischen Konflikt verabschiedet. Mehr als 170 davon behandeln das Schicksal der 750.000 palästinensischen Flüchtlinge und ihrer Nachkommen. Keine einzige beschäftigt sich mit dem Schicksal jüdischer Flüchtlinge aus den arabischen Ländern und dem Iran und ihrer Nachkommen.“
Die Islamisierung Westeuropas läßt erwarten, daß weitere ein bis zwei Millionen Juden nach Israel flüchten. Multikulti hat in Afrika und Asien nicht funktioniert, warum sollte es in Deutschland anders sein?
Beitragsbild: von mir heimlich aufgenommen in Jaffa. Es zeigt Mitglieder einer jüdischen Kolchose im Heiligen Land, vermutlich dreißiger Jahre.
