Die Hessen-CDU hat sich verspekuliert


Das Bundesland Hessen ist durch Spekulationsgeschäfte ins Gerede gekommen. Und das kurz vor der Landtagswahl. Peinlich! Kaum hatte Roland Koch die Staatskanzlei verlassen, hatte das Hessische Finanzministeríum unter Thomas Schäfer (CDU) sich 2011 mit Derivaten gegen Zinserhöhungen für Staatsschulden abgesichert. Um das zu verstehen ist ein Blick auf die Zinsentwicklung erforderlich.

Für Staatsschulden ist die sogenannte Umlaufrendite die entscheidende Größe. Diese Umlaufrendite ist der durchschnittliche Zins aller inländischen, bereits emittierten Anleihen erster Bonität, insbesondere Staatsanleihen, welche sich aktuell im Umlauf befinden.

2009, noch vor Ausbruch der Finanzkrise lag die Umlaufrendite um die 3 %. 2011, als sich Hessen absicherte, schwankte sie immer noch um diesen Wert. Offensichtlich rechnete das Ministerium nach Ausbruch der Finanzkrise mit einem Anstieg der Zinsen. Sonst hätte eine Absicherung keinen Sinn gehabt.

Es kam aber ganz anders. Im ersten Halbjahr 2012 sank die Umlaufrendite auf 1 %. Als Mario Draghi seine berühmten englischen Worte (Whatever it takes…) am 26.Juli 2012 in die Welt hinausposaunte, betrug sie exakt 1,01 %, und um diesen Wert schwankte sie eine Weile.

Aktuell beträgt sie 0,34 %. Das ist auf den Umstand zurückzuführen, daß höherverzinsliche Anleihen teilweise ausgelaufen sind und durch niedrigverzinste abgelöst wurden. Die hessischen Absicherungsderivate sind Presseberichten zufolge wegen Niedrigzinsen derzeit mit 3,2 Milliarden € unter Wasser.

Pro Hesse (6 Mio Einwohner) sind das 533 €. Wenn man davon ausgeht, daß ein Drittel der Landeskinder Nettosteuerzahler sind, so beläuft sich der Schaden pro Kopf auf etwa 1.620 €. Nicht gerade ein Pappenstiel.

Die CDU war früher mal ein Garant wirtschaftlicher Vernunft und finanzieller Solidität. Als Ludwig Erhard noch Wirtschaftsminister war. Insbesondere in den Zeiten, als das Investmentbanking die vermeintliche Goldgrube war (etwa 2000 bis 2009) brachen die Dämme. Fast alle Landesbanken kauften die Fake-Verbriefungen von amerikanischen Immobilien wie die Süchtigen. Einige Großstädte machten windige Leasinggeschäfte mit ihren Wasserleitungen und Wohnungen. Ministerien begannen mit Derivaten zu jonglieren. All dieser modernistische Firlefanz war glücklos. Richtig verdient daran haben nur die Berater. Die Landesbanken wurden abgewickelt oder „gerettet“, die Städte wollten die Uhr am liebsten ins alte Jahrtausend zurückdrehen.

Die Absicherung der hessischen Zinsen erfolgte schlicht zum falschen Zeitpunkt: kurz vor Beginn der Nullzinspolitik. Beamte sind keine guten Spekulanten.

Die Leitmedien fordern immer wieder die Modernisierung der CDU. Das Hantieren mit Finanzrisiken war so ein Kotau vor dem Zeitgeist. Es wäre besser gewesen, die hessischen CDU-Politiker wären bei einer konservativen Politik und einem konservativen Schuldenmanagement geblieben. Die Rolle rückwärts ist überfällig, von Ministerpräsident Bouffier aber nicht zu erwarten. Der hessische Landesvater ist die willige Ziehpuppe der globalistischen Mainstreammedien.

 

 

13 Kommentare zu “Die Hessen-CDU hat sich verspekuliert

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    • In „Festungshaft“? Das war früher eine Freiheitsstrafe Erster Klasse, klassifiziert als eine gewisse Art von Ehrenhaft. Ich glaube, das steht diesen Subjekt nun wirklich nicht zu, abgesehen davon, das die Festungshaft ohnehin vor langer Zeit schon abgeschafft worden ist.

      • Der Gestzgeber hat für solche Fälle mit einem eindeutigen Strafmaß vorgesorgt:

        Versetzung in den einstweiligen Ruhestand bei vollen Bezügen.

    • der 28.,10. bringt die Quittung. Wenn die Hessen aus dem Tiefschlaf erwachen. Vermutlich sind sie aber genauso sediert wie die Bayuwaren.

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  3. Die CDU Hessen sollte schon mal vorsorglich darauf spekulieren, nach der nächsten Landtagswahl aus der Regierung zu fliegen. Hoffentlich achtkantig!

  4. StGB § 129….Bildung krimineller Vereinigungen
    Absatz 1 ist nicht anzuwenden,
    1. wenn die Vereinigung eine politische Partei ist, die das Bundesverfassungsgericht nicht für verfassungswidrig erklärt hat….

    Das Parteien und Politikergesindel hat sich selbst straffrei gestellt, egal was kommt!

    • Der Forentroll ist nicht in der Lage, den von ihm selbst gelieferten Zeitungsartikel zu Ende zu lesen. Diese Hitler-Manie von ihm ist schon pathologisch! Er sollte mal einen Psychiater konsultieren, obwohl in Deutschland natürlich git, daß sich niemand in ärztliche Behandlung begeben muß, wenn er das nicht will und solange er keine Gefahr für die öffentliche Sicherheit darstellt. Ich hoffe sehr, daß es nicht eines Tages doch dazu kommt!

    • Scheiß drauf @anders,
      hauptsache es hantieren keine geistig minderbemittelten Vollversager mit unseren hart erarbeiteten Steuergeldern sondern fachlich versierte Leute, die ihr finanzpolitisches Handwerk verstehen und gemäß ihrem Eid Schaden vom eigenen Volk abwenden.
      Wen interessiert dann, z.B. bei Steuersenkungen und längst überfälligen Entlastungen der Bürger, überhaupt noch eine ungeliebte Fahne oder das Foto eines alten Österreichers? Soll man sich dafür etwa den Pisspädo-Reiterhof, die rothe Muselmuschi-Schlafcouch, eine anahle Soziotze, die Visagen arbeitsscheuer Ex-Stasibanausen oder ähnlichen Volksschädlingen an die Wand kleistern? 18 hat zwar einen unseligen Krieg verloren, doch er hätte das durch den verstunkenen Altparteiendreck zum Kloakenstaat verkommene Land niermals widerstandslos dem vermuselten Migrantenmob auf der globalen Resterampe zum regierungsverordnetem Plündern und Wegvögeln durch Moha-Mett, Ali-Baba, Ziegenbeglücker und altgeile Kinderficker feilgeboten.
      Das, was diese rechtsbrechenden Galgenvögel momentan politisch liefern, @anders, ist die meinungsmordende Diktatur der Polit-Parasiten und der höchstgradig asozialen, profitorientierten Asyllobby-Schmarotzer, die sich auf Kosten, zu Lasten und zum großen Schaden des eigenen Volkes bereichern und das eigene Volk dreist belügen und bestehlen. Und diese Aasgeier gehören nicht in den Knast mit Wohlfühlatmospähre sondern in Zuchthäuser, die eigens für dieses Klientel wieder eingerichtet werden sollten.

  5. Herrlich, die alten Güllespritzer sind ja immer noch hier!
    Da wölbt sich ja mein Monitor, wenn er Hans Adlers Texte anzeigen soll.
    Von solchen Leuten wird die AfD unterstützt!!! Naja, die Basis steht halt immer im Dreck. Das weiß der Herr Prabel als alter Baumeister doch genau.

    • Genau @anders,
      Schweine-Gülle auf den Linksgrün versifften Acker. Die „Basis“ steht bekanntlich immer im Dreck, weil sie mit ihren hart erarbeiteten Steuergeldern gezwungenermaßen asoziales, parasitäres Altparteiengeschmeiss und unproduktive Amtsstubenvampire fettmästet.
      Übrigens, der Monitor wölbt sich wahrscheinlich vor Stolz und Freude. Weil er endlich mal nicht nur die sinnentleerten Blödeltexte eines @anders zur Anzeige bringen muss. Es kann aber auch sein, dass ein Augenarzt für Abhilfe sorgen und die Abschwellung des Bildschirms bewirken kann.

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