Wie abhängig wir energetisch vom Morgenland sind
Die Systemmedien behaupten, daß grad die letzten Tanker mit Rohöl die Zielhäfen erreichen. Also erstens: Nur 30 bis 35 % der weltweit gelieferten Rohölmenge stammt aus Ländern am Persischen Meerbusen. Zweitens: Für Deutschland handelt es sich um 6 %.
Drittens: Der Nahe Osten liefert 15 bis 20 % des weltweiten Erdgases. Viertens: Deutschland importiert etwa Null Prozent des Erdgases von dorther. Im Jahr 2025 kamen die Hauptanteile des deutschen Erdgases aus Norwegen (44 %), den Niederlanden (24 %) und über Belgien (21 %), oft via Pipelines. Im Jahr 2025 wurden über 10 % des deutschen Gases über LNG-Terminals importiert. Von diesen LNG-Importen stammte der bei weitem größte Teil (über 90 %) aus den USA, nicht aus dem Nahen Osten. Es ist möglich, daß Kleckermengen LNG aus Katar über andere europäische Häfen nach Deutschland gelangten.
So, nun haben wir den von sinistren NGOs beherrschten medialen Märchenwald mal wieder so richtig ausgeholzt.
Ich hatte zur Risikostreuung im November Anteile von vier Gesellschaften erworben: PTT, die in Thailand fördern, PetroTal hat das Hauptfördergebiet im Bretana-Ölfeld im Marañón-Becken im Norden von Peru. Peyto Exploration & Development Corp. fördert Erdgas und Erdöl primär im Deep Basin von Alberta, Kanada. Alvopetro fördert hauptsächlich Erdgas und Kondensat im Recôncavo-Becken in Brasilien, wobei der Fokus auf den Feldern Caburé, Muro Tutu und Murucututu liegt. Bißchen komische Namen, es ist aber seriös. Natürlich bin ich kein Hellseher und hatte den Irankonflikt nicht auf dem Schirm. Ich hatte wegen dem steigenden Energiebedarf der Rechenzenztren aufgestockt.
Schon länger halte ich Anteile von Exxon, EOG, Devon, Total, MOL, Petrobras, GAIL, PKN, Deutsche Rohstoff und von japaníschen Handelshäusern, soweit sie im Energiegeschäft engagiert sind. Ich muß zwar auch an die Tankstelle, es tut aber nicht so weh, weil ich Risikomanagement betreibe. Fallen die Dieselpreise, fallen auch die Aktienkurse und umgekehrt. So geht Absicherung.
Die Minderbegabten in Berlin wollen von mir nichts lernen, ich kann sie nicht überzeugen, mit meinen persönlichen Angelegenheiten komm ich aber ganz gut zurecht.

Der Gaspreis ist m.W. durch EU-Regulierung an den Rohölpreis (Brent) gekoppelt.
Dieseltaugliche Rohölsorten sind eher seltener und die Erzeugung aus leichteren Fraktionen energieaufwendig und kompliziert, was den Dieselpreis (unabhängig vom Rohöl!) schon länger über Gebühr ansteigen ließ. Auch ohne Krieg wäre Diesel mittelfristig teurer als Benzin geworden. Ist im Ausland ja auch teilweise der Fall.
„Wichtige Rohölsorten und deren Förderländer:
Brent (Nordsee/UK/Norwegen): Eine der weltweit wichtigsten Referenzsorten, leicht und schwefelarm („sweet“), sehr gut für die Produktion von Diesel und Benzin geeignet.
WTI (West Texas Intermediate – USA): Sehr leicht (hoher API) und sehr schwefelarm, ideal für die Herstellung von hochwertigem Diesel.
Arab Light (Saudi-Arabien): Führend bei der Förderung von Ölen, die sehr gut zu Diesel und anderen Kraftstoffen verarbeitet werden können.
Angolanisches Rohöl (Angola): Produziert leichtes, süßes Rohöl, das sich hervorragend für die Herstellung von hochwertigem Diesel eignet.
Libysches Rohöl (Libyen): Die dortigen Reserven gelten als schwefelarm und leicht zu veredeln.
Urals (Russland): Wird in großen Mengen zu Diesel verarbeitet, erfordert jedoch aufgrund des höheren Schwefelgehalts eine intensivere Raffineriebehandlung.
Venezuela (Schweröl): Obwohl das Rohöl schwerer ist, ist es sehr gut für die Produktion von Diesel geeignet, was es für US-Raffinerien attraktiv macht. “
Wikipedia
Urals – kriegen wir seit 2022 nicht mehr, WTI – nicht unseres, Venezuela – dito, Arab Light – steckt gerade fest.
Diesel ist eine nur in D durch den TDI-Hype der 1990er („wo ist denn der Tankdeckel?“) bevorzugte Antriebsart und es wurde auf das wachsende Mißverhältnis zum verfahrenstechnisch leichter zu gewinnenden Benzin bereits vor langer Zeit hingewiesen.
Durch ebenfalls nur in D vorhandene Umweltkrakeeler wurde auch die Motorenentwicklung hin zu thermodynamisch besser wirkenden, hochverdichtenden Maschinen gedrängt, bei Mazda gut zu beobachten.
Die Inflation wird kommen. Aber auch die Arbeitslosigkeit. Wie soll momentan Saudi Arabien oder Thailand etwas von uns kaufen, wenn sie im Krieg sind oder kein Diesel haben. Uns fallen die Absatzmärkte weg. Nicht nur das Öl.
Sehr geehrter Herr Prabel,
auch wenn wir aus dem Nahen Osten kaum Gas und Öl beziehen, so konkurrieren wir jetzt um die verknappte „Restmenge“ mit Staaten in Asien um diese Rohstoffe.
Die alte Frage von Angebot und Nachfrage 😜.
Hinzu kommt, das Tanker auf hoher See vom ursprünglichen Kurs Europa, auf Asien abdrehen.
Deshalb mal eine Frage, warum sollten sich Mineralölkonzerne hier einen abbrechen, wenn die „intelligentesten“ Politiker der Welt. hier ihnen andauernd in die Suppe spucken ?