Hohe Dividenden und stabile Aktien
Es gibt interessante Alternativen zur Lebensversicherung. Das sind beispielsweise Dividendenaktien.
Zwischen der Höhe der Dividendenzahlung und der Attraktivität einer Aktie gibts keinen unmittelbaren Zusammenhang. Oft weisen gute Dividendenzahler Kursverluste auf und Kursgewinne korrespondieren mit geringen Dividenden.
Hohe Dividendenrenditen setzen ein relativ geringes KGV voraus. Und das KGV ist gering, weil die Aktie nicht sehr beliebt ist. Das kann daran liegen, daß schlechte Nachrichten im Umlauf sind oder daß sich die Werte in einer unentdeckten Nische befinden.
Ich stelle mal ein paar billige Aktien mit stabiler Kursentwicklung und hohen Ausschüttungen vor.
| Dividendenrendite 2025 | KGV 2025 | Kursentwicklung 5 Jahre | |
| Telekom Austria | 5,03 (2024) | 9,8 | plus 76 % |
| Tele2 B | 6,79 | 23,4 | plus 59 % |
| Magyar Telekom | 8,59 | 7,7 | plus 506 % |
| Orange | 5,28 | 70 | plus 68 % |
| Philip Morris CR | 7,11 (2024) | 13,1 | plus 36 % |
| Altria | 7,21 | 14 | plus 58 % |
| MOL | 10,07 (2024) | 7,4 | plus 96 % |
| Total | 5,11 (2024) | 11,1 | plus 47 % |
| PKN | 12,71 (2024) | 10 | plus 122 % |
| Petrobras | 10,23 | 3,6 | plus 128 % |
| Peyto | 5,81 | 11 | plus 329 % |
| New Hope | 8,13 | 8 | plus 355 % |
| CEMIG | 8,86 | 6,5 | plus 98 % |
| Warsaw Stock Exchange | 7,79 (2024) | 14 | plus 80 % |
| PKO | 9,17 (2024) | 10 | plus 200 % |
| Daimler Truck | 5,09 | 14,6 | plus 38 % |
| ANY | 7,31 | 12 | plus 449 % |
| Flex LNG | 12,02 | 18 | plus 195 % |
| Grupa Kety | 8,13 (2024) | 15,9 | plus 93 % |
Dividendenaktien sind vor allem für Rentner attraktiv, weil Erträge die Rente komplettieren, ohne daß man Aktien verkaufen muß. Von den Dividenden geht in vielen Ländern eine Abgeltungssteuer weg. Soweit ein DBA besteht, werden die Abzüge bis 15 % vom deutschen Fiskus erstattet.

Wer noch auf dem Status Lebensversicherungen verharrt, sollte Tips wie oben erst einmal zur Seite legen und mit einfacheren Anlagen beginnen, die den Namen verdienen.
Dann darf er sie beurteilen und weitere Erfahrungen mit Kombinationen aus ueber 5% Dividende + dreistellig prozentualen Kurszuwaechsen sammeln, wenn seine Gier oder andere Gruende das halt nicht lassen koennen. Er wird schnell lernen, dass so etwas nicht etwa auf Grund schlechter Nachrichten nicht funktioniert, sondern aus anderen Ursachen.
Eine Tabelle mit gefuehlt der Haelfte Oel und Gas (ich habe jetzt nicht alles angesehen), welches natuerlich nicht in den letzten fuenf Jahren, sondern eher wenig ueberraschend den letzten zwei Monaten gesprungen ist, ist vorsichtig gesagt nicht sehr aussagekraeftig. Schon gar nicht Aussagen betreffend, die die Zukunft betreffen.
Ein normaler Welt-ETF hat im genannten Zeitraum uebrigens auch 50-60% Kurszuwachs und um die zwei Prozent Dividendenrendite, falls ausschuettend. Kein Wunder, denn damals ging es erstmals laenger aus der Covidsituation raus.
Die Ostaktien haben schon seit Jahren Spaß gemacht. Da brauchte es nicht den Irankonflikt. Sie liegen einfach außerhalb der westlichen Sensoren. Schöne Beispiele sind auch Colt, Zwack und Richter Gedeon. Die haben alle mit Öl nichts zu tun.
Aber mit staatlichen Eingriffen oder Plänen – vielleicht außer dem Saufbruder.
> Richter Gedeon
Habe ich ohne Umweg mal angesehen, wenn die anderen Beispiele auch so schlagend sind…
https://www.onvista.de/aktien/CHEMICAL-WORKS-OF-GEDEON-RICHTER-PLC-Aktie-HU0000123096
auf 5 Jahre ziehen (und auch mal den slider oben links im Chart bewegen, unterstreicht meinen ETF-Punkt noch besser als bei den zuerst gepickten Papieren)
Wie dem auch sei, nehmen Sie doch in der Ausgangsliste mal alles her (ich habe das nur fuer 4 oder 5 Stueck gemacht) und sehen sich den Kursverlauf ueber die gesamte Zeit und auch ein paar andere Zeitraeume an. Das sieht schon nicht so rosig aus und ist ja auch schon kuratierte Schlauheit hinterher. Als aktuelle Anlage wird es erst interessant. Schon deswegen, weil Sie das hier
> Sie liegen einfach außerhalb der westlichen Sensoren.
vergessen koennen. Institutionelle Anlieger haben ihre Sensoren auf alles Zugaengliche gerichtet. Was jetzt ist, ist damit auch eingepreist. Traden Sie mal, dann sehen Sie einmal in Echtzeit wie schnell das geht. Zukunft ist auch hier eine andere Sache, das gilt aber immer, Osteuropa wie anderswo.