Deutsche Einmischung in österreichische Angelegenheiten

Früher löste man so Kriege aus, heute bleibende Verstimmungen. Der Mainstreamkasper Böhmermann – die Bezeichnung Hofnarr wäre zu ehrenhaft – hatte bereits das Verhältnis zur Türkei mit Ziegenfickerreimen zerrüttet, jetzt hat er sich Felix Austria vorgenommen. Vor einer Woche verkündete er „Kann sein, daß morgen Österreich brennt“. Nun, heute brennt Österreich zwar nicht, es leidet jedoch unter einer von deutschen Strukturen ausgelösten veritablen Regierungskrise. Böhmermann kannte das Skandalvideo über ein Stelldichein mit einer gefakten Russin offensichtlich schon vor Wochen und der FPÖ-Vorsitzende Strache auch.

Am 26. März war mir aufgefallen, daß die FPÖ sich im EU-Parlament bei der Abstimmung über die Uploadfilter enthalten hatte. Ein Totalausfall. Ich hatte es hier gepostet, konnte es mir aber damals noch nicht erklären. Jetzt ist es einigermaßen klar warum, die Partei wurde wohl zu diesem Zeitpunkt bereits erpreßt.

Die Produktion des Skandalvideos war relativ aufwändig. Ein Zimmer mußte verwanzt werden, was einen erheblichen Arbeitsaufwand bedeutet. Eine Schauspielerin wurde engagiert und eingearbeitet. Sie mußte an die FPÖ-Granden standesgemäß – also relativ billig- herangeführt werden. Dinge, die insbesondere weil sie auf einer fernen spanischen Insel abliefen Zeit und Geld kosteten und die ich mir als einfacher Blogbetreiber nicht leisten kann. Irgendwo muß das Geld hergekommen sein. Es wird sich vermutlich in den nächsten Tagen herausstellen, daß es deutsches Geld war. Denn die deutschen Medien wußten zuerst Bescheid. Wie weit deutsche Geheimdienste beteiligt waren wird sich herausstellen.

Nun ist ein deutscher ÖR-Fernsehautor wegen der Finanzierungsmodalitäten des zwangsfinanzerten Staatsfernsehens nicht gerade staatsfern. Schon in der Erdogan-Affäre wirkte dieser Umstand in Ankara frustrierend. Ein Schelm ist, der die Yützel-Verhaftung in der Türkei nicht als Retourkutsche verdächtigt. Auch damals erfolgte seitens des Staatsrundfunks ein Eingriff in die Außenpolitik, der offensichtlich mit Rückendeckung des Berliner Kanzleramts erfolgte. Denn sonst wäre Böhmermann ja wegen Verstoß gegen den damals gültigen § 103 StGB (Beleidigung ausländischer Staatsoberhäupter) verhaftet und mutmaßlich verurteilt worden. Im Gegenteil: Die Kanzlerin ließ § 103 mit dem Jahreswechsel aufheben und amnestierte den Schmähdichter rückwirkend. Rechtlich ein ungeheuerlicher Vorgang, der einer vordemokratischen Bananenrepublik würdig ist. Jedwedes Recht löst sich in Merkels Hand in Nichts auf.

Solche Eingriffe der Medien bzw. von Agenten in die auswärtige Politik haben früher Kriege ausgelöst. Ich erinnere nur mal an die Emser Depesche 1870, mit der der deutsch-französische Krieg begann. Die Ermordung des Erzherzogs Franz Ferdinand, die den Ersten Weltkrieg auslöste. Die inszenierte Stürmung des Senders Gleiwitz, die am Anfang des Zweiten WK stand, der sogenannte „Hilferuf“ der Stalinisten, der 1968 als Begründung für die Invasion der Tschechoslowakei erforderlich war. Selbst der Fußballkrieg zwischen Honduras und El Salvador im Jahr 1969 wurde durch Medienberichte vom Zaun gebrochen.

Mit solchen Provokations- bzw. Undercoveraktionen eines Staatskaspers wie Böhmermann wird außenpolitischer Schaden angerichtet. Man kann zur Türkei und zu Österreich stehen wie man will. Aber Störaktionen eines Angestellten eines Staatssenders werden im Ausland als Regierungspolitik wahrgenommen, was sie auch sind. Hier ist in beiden Fällen das Prinzip der Nichteinmischung in die Politik ausländischer Staaten verletzt worden.

Kanzler Kurz wird Neuwahlen ansetzen, bei denen er mit seiner ÖVP Stimmengewinne verbuchen wird. Ob er eine Regierungsmehrheit auf die Beine stellt, oder auch nicht: Er wird genau wie gewisse italienische, polnische, tschechische, ungarische, rumänische, schweizerische, holländische und dänische Politiker eine Stinkwut auf die Deutschen haben. Und er bleibt der europäischen Politik vermutlich noch lange erhalten. Länger als Dr. Merkel.

Noch ein Wort zu Strache. Die russische Besetzung von Österreich war relativ gemütlich. Die Soldaten waren teilweise bei Bauern einquartiert. Als sie abzogen weinten sie und wie mir ein älterer österreichischer Freund aus einer niederösterreichischen Bauernfamilie versicherte: einige Bauern weinten beim Abschied mit. Die Russen zerstörten die österreichische Wirtschaft nicht, wie sie es sonst im Osten betrieben. Diese romantischen Reminszenzen im Nebel der 50er Jahre dürfen aber nicht zu völliger Kritiklosigkeit und Russophilie verführen.

Ich hatte in den 70ern zwei Jahre die Stasi mit am Tisch sitzen, ohne daß ich verhaftet worden bin. Das lag einerseits an den Führungsoffizieren, deren Dreck am Stecken ich ganz gut kannte. Andererseits an meiner Gelenkigkeit im Umgang und einem starken Mißtrauen in fremde Leute, deren Codes ich noch nicht geknackt hatte. An diesem Mißtrauen fehlt es vielen Leuten, die nicht im Sozialismus großgeworden sind. Sie glauben an irgendwelche Ideen, ohne die Leute, die dahinterstehen zu sezieren und wie eine Nuß zu knacken. Es ist fast alles Psychologie. Greta, Kevin, Böhmermann, Merkel und Hitler.

Der Kontakt mit der angeblich stinkreichen Oligarchen-Russentussi war im Übrigen völlig unmotiviert, weil weder Strache noch sein Spannemann Einfluß auf den Verkauf der Kronenzeitung haben, die zu etwas mehr als der Hälfte dem merkeltreuen deutschen Funke-Konzern gehört. Insofern war das aufgenommene Gespräch nur schräg, aber nicht sinnvoll.

Es gibt in der Politik ganz überwiegend Leute, die für die anstehenden Aufgaben zu klein geraten sind. Strache gehört auch dazu. Natürliche Auslese. Für die übrigen politischen Pygmäen sollte das Ende des österreichischen Vizekanzlers kein Grund sein sich groß zu fühlen.

Wie die kurzfristige Wirkung der Medienkampagne ist kann ich mir vorstellen. Sie wird der FPÖ schaden, weil nicht gerade ein hohes Maß an Professionalität und Seriosität herrschte. Nach einigen Wochen wird die Empörung über Strache der über die Piefkes weichen, die wieder einmal versuchen in Österreich einen deutschen Statthalter einzusetzen.

Piefke ist in Österreich das abwertende Wort für „Preuße“. Wikipedia schreibt darüber: Seine Funktion als Symbol für den typischen korrekten Preußen dürfte der Name aber vor allem seit der Niederlage des Deutschen Bundes mit Österreich gegen Preußen im Deutschen Krieg 1866 innehaben. Das verdankt er wohl nicht zuletzt dem bekannten preußischen Militärmusiker Johann Gottfried Piefke, der den Königgrätzer Marsch zur Feier des preußischen Sieges in der Entscheidungsschlacht komponierte und der auch bei der Siegesparade anwesend war und dirigierte.

Das Video wurde bei der Begrüßung des tschechischen Präsidenten in Berlin aufgenommen. In Österreich wird der Marsch natürlich nicht gespilet, denn nationale Verwundungen werden lange nachgetragen.

 

37 Kommentare zu “Deutsche Einmischung in österreichische Angelegenheiten

  1. Also wenn man kurz (Kurz!) vor den Nationalratswahlen eine Regierungsbeteiligung anstrebt und dann auf Ibiza, mit Alkohol und russ. Prostituierten zusammengerät, auf derzeit mir noch unbekannte Weise, muss man sich doch vorsehen!? Ibiza! Alkohol!! Russisch!!! Hure!? Aufgewachsen in Ost oder West. Jetzt muss man aber aufpassen.
    Ich weiss, in der Retrospektive wird vieles klarer.

  2. @ Prabel
    Zwei Anmerkungen:
    Die Dame, der gegenüber sich Strache aufgespielt hat wie ein testoteringestörter Pennäler, ist keine Russin, sie ist Lettin. Dort gibt es keine Oligarchen. Das Video ist das Machwerk eines gewissen Tal Silberstein, der seit kurzem wieder für die SPÖ arbeitet.
    Einen Fall Gleiwitz gab es nicht. Das ist eine Erfindung des britischen Geheimdienstes. Ich hatte zwei Arbeitskollegen, die 1939 beide schon in einem aufnahmefähigen Alter waren und in Gleiwitz wohnten. Keinem von beiden war dieser angebliche Fall bekannt, bevor sie davon in einen DEFA-Propagandaschinken erfahren durften.

    • Also, Herr Dr.-Ing,, nehmen Sie endlich Vernunft an und übergeben Sie Ihren Blog in die Hände des Genossen Blaschke! Der weiß einfach alles!

      Ich dachte, die unfaßbare Strache-Gudenus-Story ist schon genug für dieses Wochenende, da kommt dieser Meinungsfetischist hier um die Ecke! Eigentlich vermeide ich den Konsum der vielen Räuberpistolen, die dieser Herr hier abfeuert, aber das läßt sich nicht immer vermeiden; und das bereitet schon Verdruß!

  3. @ Hans-P.
    Leute wie Sie, die keine Argumente haben und sich maximal die Bild-Zeitung reinziehen, nehmen immer persönliche Beleidigungen zur Hilfe, um eine andere Person zu diffamieren. Das ist ein uraltes Spiel, ich lache darüber.
    Die von Ihnen erwähnte Person ist im übrigen ebenfalls Dr.-Ing. Tja, da fehlen Ihnen wohl nicht nur das Abitur sondern auch ein Studium mit anschließender Promotion.
    Zur Sache: dass diese Dame keine Russin ist, konnte man schon gestern gegen 18:00 Uhr in Medien lesen. Und wenn man den Unterschied zwischen russischem und lettischem Akzent kennt, auch hören. Dazu müsste man natürlich auch wissen, wo Lettland liegt und was ein Oligarch ist. Ich setze soviel Lesefähigkeit bei Ihnen voraus, das selbst zu erkunden. Wobei ich mir natürlich den Hinweis nicht ersparen kann vorauszusetzen, dass Sie auch verstehen, was Sie lesen.
    Schönen Sonntag noch!

    • Ihr Ernst? Gleiwitz ist eine Erfindung der Briten?
      Was gab es denn noch alles nicht?
      9/11, die Mondlandung, den Holocaust, die DDR?

      Ich schrieb es bereits an anderer Stelle. Sie leiden höchstwahrscheinlich an Wahnvorstellungen, Psychosen.

      Blaschke, bitte bitte, gehen Sie zu einem Psychologen (und nehmen Sie ludo mit).

  4. @ kevin: Das Video wurde bereits vor mehr als 2 Jahren aufgenommen…

    Interessant finde ich warum die „Restregierung“ von Österreich in ihrer Empörung über den Fall nicht lauthals eine Untersuchung durch gewisse „Dienste“ fordert. Dann ganz offensichtlich hat hier nicht nur eine Einmischung in die inneren Angelegenheiten von Österreich stattgefunden, Strache (mindestens er!) wurde mit Sicherheit mit der Sache auch bereits seit geraumer Zeit erpresst.

  5. Pingback: Der Österreichkorrespondent: die Einmischung Deutschlands in Österreich´s Politik | HEIMDALL WARDA – Die das Gras wachsen hören

  6. Küss‘ die Hand, Herr Prabel!
    Ich hoffe doch sehr, Sie haben sich nichts weggeholt am vergangenen Donnerstag. Das Klima in Apolda soll ja recht unterkühlt und grau gewesen sein.
    Nun, es war natürlich absehbar und nur eine zeitliche Frage, bis Sie etwas Kühnes zum Dream Team Strache/Gudenus bloggen. Und ja, es ist wie erwartet randvoll mit Relativierungen, zusammenhanglosen Vergleichen aus der nahen und fernen Vergangenheit, einer persönlichen Anekdote und Überspitzungen sowie falschen Behauptungen.
    Völlig gleich, wer diesen Scoop initiiert hat, hervorstechend ist einzig und allein das demaskierende Ergebnis. Ob es Geheimdienste waren, Böhmermann, Klementine von Ariel oder der Mann im Mond. Und dieses Ergebnis sollte dem „Kleinen Mann“ und Wähler der blauen Partei, z.B. dem STRABAG-Arbeiter, die Luft rauben. Strache wollte ihn verkaufen. Sein Vize-Kanzler hat seine Wählerstimme mit Niedertracht missbraucht. Macht, Geld, Gier, Manipulation, Sex und seine Hybris sind die Hauptdrogen, denen er erlegen ist. Es gibt für mich keinerlei Unterschied zwischen diesem Handeln und dem eines arabischen Familienclans.
    Das Sofa-Setting – in vollendeter Klischeehaftigkeit und dem Niveau der „Gesprächspartner“ gerecht werdend – mit Red Bull, Wodka und der Oligarchen-Nichte ist schlichtweg genial und trägt natürlich die Handschrift von Böhmermann und seinen Leuten. Es wäre keine Überraschung, käme noch mehr. Schließlich ist er ein durch und durch politischer Mensch, der sich Gedanken und Sorgen um diesen Kontinent, die Demokratie allgemein sowie über die rechtsextremistischen Feinde selbiger macht. Aber wie gesagt, es ist völlig gleichgültig wer es war. Der Zweck heiligt die Mittel – gegen jeden Verräter des Rechtsstaates.
    So funktioniert rechter Populismus. Zu Ihrer juristisch haarsträubenden und falschen Einordnung im Majestätsbeleidigungsfall:
    Böhmermann kann unter keinen Umständen eine Amnestie durch Merkel erhalten haben, weil
    1. in Deutschland nur der Bundespräsident gnadenbefugt ist und
    2. eine rechtskräftige Verurteilung vorliegen muss.
    Von wegen, ungeheuerlicher Vorgang. Entgegen Ihrer Aussage ermächtigte die Bundesregierung sogar die Staatsanwaltschaft gegen Böhmermann zu ermitteln. Diese nahm die Ermittlungen auf. Da keine strafbaren Handlungen mit Sicherheit nachzuweisen waren, stellte sie das Verfahren ein. Erdogan legte Beschwerde beim OLG ein. Diese wurde abgewiesen. Ende.
    So funktioniert Recht in meinem Vaterland.

  7. Mir tut der Mann Strache und seine Familie leid. Wenn man in die Politik will, muß man wohl schon mit allen Wassern gewaschen sein. Ich kenne eine Menge Leute, die ebenso unbedarft in diese Falle getappt wären, weil sie sich soviel Perfidie nicht vorstellen können.
    Es ist schon erstaunlich, wer da mit Steinen um sich wirft, als ob er/sie eine reine Weste hätten. Aber wenn zwei das Gleiche tun, ist es wohl doch nicht dasselbe.

    • Wer sich an Straches Stelle so viel Perfidie nicht vorstellen kann, hat in der Politik, besonders als Vertreter einer rechtskonservativen Partei, nichts verloren. Schließlich ist die angewandte Methodik auch nicht gerade neu. Zusammenfassend kann man nur sagen: Was für ein Trottel!

  8. „Der Zweck heiligt die Mittel“, d.h. mittlerweile ist alles erlaubt, um den politischen Gegner fertigzumachen. Wir gehen sehr unruhigen Zeiten entgegen.

    • Ich interpretiere dies als Frage und ja, diese Mittel sind der Aufklärung dienlich und legitim.

      Sie legen, neben den mutmaßlich strafrechtlich relevanten Dingen, die Wahrheit offen über korrupte und verdorbene, rechtspopulistische und rechtsextreme Vaterlandsverräter, die ihre Oma für ein paar Rubel verticken würden.

      Aber die Zivilgesellschaft lebt.

  9. wer 200 Millionen untern Kopfkissen hat sitzt nicht in so einer Klitsche und verhandelt—dann lässt man verhandeln.

    Wahrscheinlich aber hat diese Frau keine Manager mit Zeichnungsberechtigung,in sofern muss sie selber ran.Eine Verhandlung führt man auf Augenhöhe und nicht mit solchen Hampelmännern—–von daher von vornherein „Fake“

  10. Die Dame, vor der sich Strache wie ein Pennäler bloßgestellt hat, soll mit großer Wahrscheinlichkeit eine lettische Schauspielerin sechster Wahl gewesen sein.
    Zu den Leuten mit multipler Gehirndisfunktion, die versuchen, mich aus diesem Blog zu ekeln, nur so viel: ihr wisst gar nicht, wieviel Erheiterung ihr hervorruft. Ich liebe Leute, denen beim Schreiben der Geifer der aufs Revers tropft und der Schritt immer feuchter wird.

    • Wo Sie das nur gelesen haben?
      Aber egal, für einen blauen Politiker und Vizekanzler hat auch dieses Niveau gereicht.

      Und ja, machen Sie bitte gleich einen Dreier zusammen mit Cindy und Miebach.
      Also, den Termin meinte ich natürlich.
      Behaupten Sie am Fernsprechapparat einfach, Sie seien allesamt Privatpatienten, dann geht’s schneller mit dem Termin.

  11. Es war nur eine Frage der Zeit, bis eine solche „Rechstagsbrand“-Story vor der „Schicksalswahl“ auftaucht. Ich habe täglich darauf gewartet.

    Die krimelle Energie und Fantasie der Linken sind über jeden zweifel erhaben.
    Ohne Recht behalten zu wollen – das ist Böhmermanns Handschrift. So reichlich sind die teuflichen Regisseure nicht gestreut.

    Der Philsophie des hochverehrten Deniz Yüzel folgend kann man dieser Ausgeburt der Hölle, die sich dieses Drehbuch ausgedacht hat, nur dsa „Allerbeste“ wü+nschen.

  12. Das ganze Ding ist ein Lehrfilm, worin sich zeigt, worauf man konsequent achten muss, wenn man in linksversifften Medien als „Nazi“ verschrien ist und unter diesen Umständen auch noch blauäugig glaubt, man könne in halbbbesoffenem Zustand in einem „erstklassigen“ Hotelzimmer folgenlos auf Kontaktwünsche einer Dame eingehen. Die Konsequenzen können bei erheblicher Verspätung der Offenlegung von Bild und Ton verheerend bis staatsumwerfend sein. Journalisten und diverse TV-Kasper arbeiten Hand in Hand mit der Präzision eines LASER-gesteuerten Schneidwerkzeugs. Man muss auf der Hut sein und auf Heckenschützen achten. Man muss bedenken, dass öffentlich-rechtliche Sender und die Mainstreampresse von der STASI gelernt haben, nicht nur um das menschliche Zielobjekt zu zerstören, sondern auch um Staatsstreiche zu inszenieren. Dabei ist der Zeitpunkt der Sprengsatzzündung für die Wirkung der Stoßwelle von größter Bedeutung. Also, was ist zu tun? Fehler, die tödlich sind, macht man nur einmal- darum: Lernen, es künftig besser zu machen!
    Dazu eine Anekdote aus der Frühzeit der SED:
    Als der Genosse W. Pieck einmal vom Jugendfunktionär E Honecker einen ziemlich schlecht geschriebenen Bericht über die politisch-ideologische Arbeit der FDJ auf seinem Schreibtisch zu lesen bekam, nahm er die Brille vom Gesicht, löste sich von dem Papier, erhob sich vom Stuhl, richtete den Blick nachdenklich auf das Stalin-Porträt an der Wand gegenüber und murmelte kopfschüttelnd: „Lernen, Lernen, lernen …!“

    • Vielen Dank für Ihren aufschlussreichen Kommentar, Sie Ewiggestriger.

      Nationalsozialismus, DDR-Isolation? Egal, Hauptsache irgendwas von gestern, irgendwas mit Führer – passt schon.
      Sie sind ein Paradebeispiel dafür, was 60 Jahre Dauerdiktatur über die Generationen hinweg in einer einzigen Familie anrichten kann.

      Kennen Sie eigentlich Hans Adler, den Naziphrasen-Spiel-O-Mat? Das ist Ihr Mann!

      Und darauf nun einen lecker Kartoffelbrei, aus biodeutschen Kartoffeln direkt von Prabels Maischneeacker!

      • man o man Fischer.
        Jetzt habe ich mir doch tatsächlich wirklich in gequälten lang anhaltenden und nicht enden wollenden 3,1 sek Ihren Text durchgelesen und ja, es hat mich überzeugt, aber,
        Sie hätten es zunächst einmal mit einem ganzen Satz probieren sollen,

        • @ wei
          Er wird pro Sile bezahlt. Ich glaube, etwa 65 Cent. Wozu da ganze Sätze schreiben. Noch dazu, wo ganze Sätze einen IQ von mindestens 89 erfordert.

    • Dankeschön für Ihre beschwichtigende Einlage. Vielleicht werden Sie es nicht glauben, aber auch ich bin ein sehr auf Ausgleich bedachter Mensch.

      Leider ist es aber so, dass extreme Positionen demgemäße Antworten verlangen. Menschen, die ausschließlich radikalsten Idealen und Positionen (links wie rechts) nacheifern, kennen keine andere Sprache. Sie kennen nur das Auge-um-Auge-Prinzip und sind gefangen in ihrem unilateralen Denken und gefesselt am Stammtischbein, schüren ständig ihren Hass und ihre Feindseligkeit allem Unbekannten gegenüber.

  13. Da wird sicher noch einiges herauskommen, Hajo. Übrigens hat sich schon ein Datenschutzbeauftragter gemeldet, dass die Veröffentlichung illegal gewesen sei. Schöne Ironie.

    • @ jselig
      Kickl, der FPÖ-Innenminister, hat doch schon klargestellt, dass man von Strache verlangt hat, dass Strache sich einverstanden erklärt, Kickl das Innenministerium wegzunehmen. Kurz hat demzufolge Strache erpresst und weil Strache nicht mitgemacht hat, hat Kurz das Video von der Leine gelassen.
      Kurz ist ein Halunke, der die Aufgabe hatte, die FPÖ kaltzustellen. Ich hoffe, dass die Österreicher so klug sind und Kurz den Laufpass zu geben.

  14. Guter Gott, haben die staatlich bezahlten Agitprop Organisationen ihre Hetz bzw. Netzhunde von der Leine gelassen? Sowas kenne ich nur aus der seligen DDR.
    Ach so, noch was. Wer sich mit der Zeit kurz vor dem deutschen Einmarsch in Polen näher befasst, bekommt garantiert Zweifel an der offiziellen Gleiwitz Version.
    Seit die SA wieder marschiert, mit Braunhemd und Knüppel, a falsch es waren die JUSOS mit Blauhemd und Baseballschläger finde ich mein ungarisches Ferienhaus immer besser.

    • Sie sollten mal Recherche anhand von Originaldokumenten betreiben! Die damaligen deutschen Propagandaorgane hat neben einigen anderen Verlautbarungen auch ausdrücklich von einem „Überfall auf den Sender Gleiwitz“ fabuliert.

      • @ Hans-P.
        Bezgl. Kickl und meiner Phantasie: Sie sind noch nicht mal in der Lage, ein schriftliches Statement von Kickl mit genau dem Inhalt zur Causa Strache wahrzunehmen. Was soll’s, zu Ihrem Bildungsstand hatte ich mich bereits geäußert.
        Zu Gleiwitz: die Originaldokumente aus deutschen Propagandaorganen, die Sie bei Ihrer Recherche gefunden haben, müssen Sie mir mal zeigen. Sie wissen vermutlich gar nicht, was eine Recherche ist.
        Ich weiß auch vieles nicht. Deshalb beschimpfe ich noch lange nicht jemanden, der mehr weiß als ich. Das nennt man Kinderstube, für die ich meinen Eltern ausdrücklich danke.

        • Obacht, Kameraden!

          Jetzt mal zack-zack den Löffel aus der braunen Soße gezogen und Folgendes lesen. Ich zitiere gerne für alle „führerlosen“ Geschichtsverdreher:

          „Ich, Alfred Naujocks, mache unter Eid und nach vorheriger Einschwörung folgende Erklärung:

          1. Ich war von 1931 bis 19. Oktober 1944 ein Mitglied der SS […] Am 19. Oktober ergab ich mich den Alliierten.

          2. Ungefähr am l0. August 1939 befahl mir Heydrich, der Chef der Sipo und des SD, persönlich, einen Anschlag auf die Radiostation bei Gleiwitz in der Nähe der polnischen Grenze vorzutäuschen und es so erscheinen zu lassen, als wären Polen die Angreifer gewesen. Heydrich sagte: „Ein tatsächlicher Beweis für polnische Übergriffe ist für die Auslandspresse und für die deutsche Propaganda nötig.“ […]“

          Wer möchte, googelt sich die gesamte Aussage.

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  17. Das Problem ist, all dies muss in den nächsten, ich sag mal 2-3 Monaten, aufgeklärt werden. In 1-2 Jahren interessiert das keinen mehr.

  18. @ Blaschke

    Im Band IV zu den Nürnberger Prozessen finden Sie in der englischsprachigen Ausgabe auf Seite 242ff das zu den Gerichtsakten genommene Dokument 2751-PS, die Zeugenaussage Naujocks – welche ich auszugsweise zitierte.

    Zweifeln Sie an den Gerichtsakten?

    Wesentlich interessanter ist vielmehr, dass Naujock in einem ausführlichen Interview (Spiegel Nr. 46/1963, S. 71ff) höchst selbst seine Verantwortung für die Operation bestätigt und den Ablauf detailliert geschildert hat.
    Gute Lektüre für das Wartezimmer.

    Und nun polieren Sie wieder Ihr Infanterie-Sturmabzeichen.

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