Bewährungsprobe für die BRICS

Noch stehen Brasilien, Rußland, China und die Völkerrechtler fast an der Seite der Mullahs. Nun sind die Vereinigten Emirate auch Mitglied der BRICS und werden grad von der Ostseite des Persischen Meerbusens beschossen. Auch in Ägypten findet man das nicht so gut. Indien hat schon vor geraumer Zeit die Ölimporte aus dem Iran eingeschränkt. Der Beitrittskandidat Saudi-Arabien ist auch Ziel der schiitischen Eiferer. Nun ist im globalen Süden also erst mal guter Rat teuer.

Hauptabnehmer des iranischen Öls war seit 2020 China. Analysten schätzen, dass das iranische Öl rund 13 % bis 13,4 % der gesamten chinesischen Rohölimporte auf dem Seeweg ausmacht. Hauptabnehmer sind unabhängige chinesische Raffinerien, sogenannte „Teapots“, in der Provinz Shandong, die das Öl aufgrund von Rabatten (8–10 USD unter Brent-Preis) bevorzugten. Die Lieferung ist derzeit sicher unmöglich.

Auch der Export von iranischen Drohnen nach Rußland wird nur noch eingeschränkt möglich sein, weil der Iran die Dinger selber braucht. Umgekehrt wird die Lieferung ausländischer Lebensmittel nach dem Iran nur noch mit Eselskarawanen über Gebirgspässe möglich sein. Obwohl der Iran selbst wichtige Agrarprodukte wie Pistazien und Safran exportiert, ist die Abhängigkeit von ausländischen Agrarimporten aufgrund von Wasserknappheit und begrenzten heimischen Produktionskapazitäten für den täglichen Bedarf hoch. Bis Anfang 2026 wurden bereits über 90 % der geplanten Getreideimporte für die Saison 2025/26 getätigt. Lieferant war vor allem Rußland. Mais aus Brasilien und Reis sind weitere entscheidende Importe.

Nach meinen Beobachtungen sind durch den jüngsten Waffengang vor allem China und Rußland geschädigt. Das betrifft auch die Seidenstraße. Bei den BRICS wird es Klärungsbedarf geben. Den Vorsitz hat grad Indien. Verflixt schwierige Aufgaben!