Don Alphonso über die Enteignungsphantasien der CDU
Da er hinter einer Art Brandmauer schreibt, nämlich der Bezahlschranke, zitiere ich grade mal eine Bemerkung über die von der CDU ins Spiel gebrachte Liquidierung der Eigenheime zugunsten der Pflegekosten.
Die durchschnittliche Verweildauer in einem Pflegeheim liegt aktuell bei rund 25 Monaten (etwa zwei Jahre). Der Aufenthalt hat sich in den letzten Jahren kontinuierlich verkürzt, da die meisten Menschen sehr lange zu Hause gepflegt werden und erst in sehr hohem Alter (oft über 80 Jahre) mit hohem Pflegebedarf umziehen.
Ein Platz im Pflegeheim kostet in Deutschland im ersten Jahr durchschnittlich rund 3.200 Euro Eigenanteil pro Monat. Die Gesamtkosten für Unterkunft, Verpflegung, Pflege und Investitionskosten sind in den vergangenen Jahren stark gestiegen, weshalb Bewohner trotz Zuschüssen der Pflegekasse eine erhebliche monatliche Lücke selbst tragen müssen.
3.200 x 25 = 80.000 €. Davon sind allerdings 25 x 1.100 € durch die Durschnittsrente gedeckt. = 27.500 €. Außerdem haben die meisten ja in die Pflegeversicherung eingezahlt. Wozu eigentlich?
Das Durchschnittseinkommen liegt derzeit bei 4.400 €, davon 3,6 % Pflegeumlage = 158 € im Monat. Bei 40 Versicherungsjahren kommen schon mal 76.032 € zusammen. Wo sind die Moneten hin, wo sind sie geblieben? Für die Asylindustrie verbraten? Und für die Windmühlen? Wo?
Der Don dazu: „Die (CDU) hat einen Fraktionsvize namens Albert Stegemann, und der nun möchte den Deutschen die privat genutzten Eigenheime wegnehmen – für die Kosten einer Pflegebedürftigkeit und zur Gegenfinanzierung eines 22,5 Milliarden umfassenden Lochs in der Pflegeversicherung bis 2027. (…) Aber wie auch immer, die Katze ist aus dem Sack, und erste Sozialdemokraten finden das natürlich auch schon gut: Vorbei sind die Zeiten, da das eigene Haus als schützenswerte Errungenschaft eines Lebens galt, das der Staat würdigte und als Vermögen mit einem etwas in Vergessenheit geratenen Artikel im Grundgesetz schützte. Der Angriff kommt aus einer Partei, die in Deutschland viele Jahre lang die erste grüne Kanzlerin stellte, und die sich nun teilweise schönmacht für die Mauermörder, Antisemiten und Enteigner der umbenannten SED. Natürlich hat das niemand gewählt, der bei der CDU sein Kreuz machte, aber Ferda Ataman ist auch noch im Amt, die Verschuldung läuft auf neue Rekorde zu, und wenn man zynisch sein will, ist so ein Vorschlag natürlich auch eine Art Sommer der Reformen, die versprochen wurden – nur halt inhaltlich das Gegenteil der Erwarteten.“
Der Sommer der Reformen wird viel Tauwetter für die Ersparnisse bringen. Nie wieder CDU. Björn Höcke hat sich beim Landesparteitag der Thüringen-AfD am Wochenende gegen ein Anwanzen der AfD an die Union ausgesprochen. Vermutlich hat er wieder mal recht.

Es ist doch klar, daß in echt die Wohnungen und Häuser A-, N- und Z-Personen zugeschanzt werden sollen, auf daß die „Berliner Mischung“ in jedem Quartier wirksam werde (vgl. die unsterblichen Revolutions-Szenen im Moskauer Hause der Gromekos in David Leans Doktor Schiwago).
Was danach an Verkaufserlös übrigbleibt, wird natürlich konfisziert, Bluttransfusion für die sterbende Republik.
So, wie man bei Nixon und dem Petrodollar-/Stagflation-Deal die Verschreibung großer Teile der USA an die nahöstlichen Geldgeber vermutet.
NB: Den Westboomern ist das so vor ihren Augen eintretende Ende ihrer Immos, ihrer Rotweinviertel, ihrer verkommenen 68er-linken Lebenswelt ein eigentlich stimmiges Finale.
Länger arbeiten, die Enkel in den Krieg schicken und das Haus wegnehmen. Dank CDU!
Ich habe mal einen Artikel über die Pflegeversicherung gelesen (weiß nicht mehr wo), worin behauptet wurde, dass mit der Einführung der Pflegeversicherung v.a. die Erben aus dem Bereich des Mittelstandes geschützt werden sollten. Für diejenigen, die kaum etwas haben, änderte sich durch die Pflegeversicherung nichts; Vermögende sollten den Aufwand selber stemmen können (oder haben andere Lösungen: z.B. Gunter Sachs). Jedenfalls kann ich mich noch erinnern, dass bei der Einführung der Pflegeversicherung davor gewarnt wurde, dass sie sich zu einem (finanziellen) “Fass ohne Boden“ entwickeln würde. Die Warner hatten offenbar Recht. Wie immer wurde das von der Politik ignoriert: Es musste letztendlich nur so lange funktionieren, bis die „Entscheidungsträger“ aus ihren Ämtern ausgeschieden waren (dann kann die Sintflut kommen).
Angesichts der Demografie (die geburtenstarken Jahrgänge kommen so langsam „in den Genuss“ der Pflegebedürftigkeit) halte ich es in Zukunft für das größere Problem, überhaupt einen Pflegeplatz zu bekommen, selbst wenn man genügend eigene Rücklagen hat.
Die Pflegeversicherung sollte im Kontext der DDR-Übernahme betrachtet werden, ebenso wie die später eingeführte Krankenkassen-Pflichtmitgliedschaft.
Die luxuriös finanzierte (und durch die Boomer-Akademikerschwemme an Ärzten, Molekularbiologen, Kassenmanagern etc. schon arg angenagte) Krankenversorgung des Westens mußte nolens volens in den Osten ausgreifen und verlor daher naturgemäß noch mehr an Kapital.
Wo sollte man das wohl abgreifen?
Daß sich eine regelrechte Pflegeheimindustrie mit entsprechenden Einweisungen entlang dieser staatlichen Quelle entwickeln würde, bestätigt ein weiteres Mal Ökonomen wie Hayek.
(Die Rollatoren sind ein klares Signal auf den Straßen, obwohl jeder Orthopäde die Dinger eigentlich ablehnt und eher zur sportlichen Rückenschule rät.)
Die AfD muß sich von der CDU klar distanzieren. Angebote zur Zusammenarbeit erwecken nur den Eindruck, sie hätte mit diesen Pleiteheinis noch was zu tun.