Expertengezänk
Ob wegen Kórona, Timmy, dem Wetter, dem Donbass, den Schuldenexzessen und der richtigen Ernährung: Immer werden wir von sog. „Experten“ verarscht und genervt. Meistens werden die von finsteren undurchsichtig finanzierten Netzwerken ins Fernsehen oder die Printmedien lanciert.
Amann, Butterwegge, di Lorenzo, Drosden. Flassbeck, Fratzscher, Greta, Herrmann, Hurrelmann, Kemfert, Korte, Leggewie, Lobo, Neubauer, Rahmstorf, Theveßen, um nur die Furchtbarsten zu nennen,
Besonders unterhaltsam ist das Gezänk wegen dem gestrandeten Timmy. Ich möchte mal erklären, daß solche Besserwisserey nicht neu ist, sondern eine anthropologische Konstante.
In Goethes Stücken und Werken findet sich durchaus „Expertengezänk“, oft als satirische Darstellung von fachlicher Überheblichkeit, Theorienstreit oder dem Konflikt zwischen Praxis und grauer Theorie. Goethe selbst war als Naturwissenschaftler (z. B. Farbenlehre) in eigene, erbitterte Expertenstreitigkeiten verwickelt. Goethe entdeckte den Zwischnekieferknochen im März 1784 zusammen mit dem Anatomen Justus Christian Loder in Jena. Er wies nach, daß auch Menschen diesen Knochen besitzen, der damals als Unterscheidungsmerkmal zwischen Mensch und Tier galt. Dies stützte seine Theorie der verwandtschaftlichen Nähe von Mensch und Säugetier. Goethe stieß mit seiner Entdeckung zunächst auf Ablehnung und Skepsis in der etablierten Fachwelt. Er empfand diese Zurückweisung als sehr schmerzlich, was ihn in seinem Glauben an die Unvoreingenommenheit der Wissenschaft erschütterte.
Der Famulus Wagner vertrat im Faust das rein akademische, „trockene“ Wissen, während Faust nach Erkenntnis durch Erfahrung strebte. Wagner repräsentierte den gelehrten Experten, der wie die Woken den Faden zum Leben verloren hat. „Grau, teurer Freund, ist alle Theorie, Und grün des Lebens goldner Baum“.
Im Zauberlehrling zeigte sich das Kompetenzdefizit zwischen Meister und Lehrling. Der Lehrling maßte sich an, die Meisterschaft zu besitzen, und scheiterte an der praktischen Umsetzung,
Auch in Schillers Stücken gibt es häufig Situationen, die als „Expertengezänk“ bezeichnet werden können, besonders in Form von leidenschaftlichen Debatten, ideologischen Auseinandersetzungen oder dem Ringen von Charakteren um Macht, Recht und Moral. In Wilhelm Tell (Diskussionen über das Recht auf Widerstand) prallten unterschiedliche expertenhafte Ansichten über Moral, Gesetz und Macht aufeinander.
Die Figur des Sixtus Beckmesser als Nürnberger Stadtschreiber und einer der Meistersinger ist ein Prototyp des Stänkers. Er war als „Merker“ tätig, was bedeutet, daß er pedantisch Fehler beim Gesang anderer suchte. Aufgrund seiner engstirnigen Art wurde der Name zum Synonym für kleinliche Kritik und pedantischen Tadel, oft als „Beckmesserei“ bezeichnet.
In „Die Maßnahme“ von Brecht wurde das Proletariat bzw. eine Gruppe von Agitatoren durch „Experten“ zur Parteidisziplin gebracht und ideologisch kontrolliert. In „Das Leben des Galilei“ war das Streiten von Experten zentral. Galilei diskutierte mit Vertretern der Kirche über das heliozentrische Weltbild, das neue wissenschaftliche Erkenntnisse gegen überlieferte Dogmen stellte, Heutzutage hätte er es gar nicht bis in einen Fernsehstuhlkreis geschafft, er wäre aussortiert und als Nazi beschimpft worden.
Wir sehen: Pfosten wie Drosden und Theveßen hats immer schon gegeben. Und Macht hatten die Scharlatane auch schon immer.

Dann gibt es noch die „Top-Experten“.
Wann beginnt „top“ ?
Hängt wohl vom Grad der Umsetzung ideologischer Vorgaben ab……
Was im Zusammenhang mit Gender Mainstreaming geschieht, übertrifft aber das bislang Gewohnte. Noch nie wurde versucht, eine offensichtlich komplett absurde Ideologie, die nur in dekadentem Universitätsmilieu entstand, international top-down den Menschen aufzuzwingen.
kennzeichnende Armbinden braucht es dann nicht mehr – man erkennt sie am Sprachfehler.
Ein positives Beispiel passierte im November 1915 bei der Entwicklung der Gravitations – Feldgleichungen zwischen Albert Einstein und David Hilbert (auf verschiedenen Wegen) – also Stoff für einen Riesen Prioritäten Krach – den Hilbert jedoch nie auslöste. Beiden Wissenschaftlern ging es um Wahrheit / Erkenntnis.
> Riesen Prioritäten Krach
Waere noch harmlos. Gab es auch immer wieder einmal, aber am Ende zaehlte noch eine Argumentationsebene in der Realitaet. Groesster Pessimismus war damals noch derjenige, dass vorherrschende wissenschaftliche Ideen erst durch den Tod der Generation die sie vertreten abgeloest werden (hatte durchaus auch oefter als noetig etwas fuer sich).
Aber wir sind „weiter“. Wissenschaftliches Denken und Methode selbst werden in die Irrelevanz gedrueckt. Das ist das Problem, denn sie sind nicht ersetzbar.
Stimmt. Später wurde gegen den Juden Einstein losgetreten und eine Deutsche Physik kreiert, die man wg WK leise wieder kassieren mußte (ähnlich Rauchverbot, alternative Medizin oder Rechtschreibreform) – kein Ruhmesblatt.
Einstein war nichts weniger als Mathematiker (er „predigte Physik“, wie seine Kommilitonen und auch seine Milena überlieferten), sondern er verschliß dieselben als „Rechner“, zuletzt hieß es in Princeton „…has two assistants named Bergman and Bargman and is completely nuts…“.
Insofern hätte er gar keinen Prio-Streit mit Hilbert haben können.
Für Herrn Prabel mit seiner Kritik der Esoterik-, Naturkost- und Jugendbewegung ist es eine lustige Fußnote, daß auch Einstein mit der „4. Dimension“, der Sternenguckerei, der Kosmologie etc. für seine populären Vorträge, Artikel, autorisierten Biografien pp. auf der „Spiritistenwelle“ seiner Zeit mitsurfte.
Sein Einkommen daraus überstieg sein Berliner Professorengehalt bedeutend. Er war schon ein schlauer Hund! Bloß Würfeln war ihm irgendwie zuwider.
Ja, Es ist schon ein Kreuz.
Früher hatten die Dummen den Reflex im Zweifel die Klappe zu halten, damit keiner merkte wie doof sie sind. Heute wird im Baerbockschen Sinne einfach drauflos geplappert. Für die Nichtskönner*innen wurde dann Genderstudies als Studienfach begründet, dessen Lehre in nichts weiter besteht als sich über die Ungläubigen dieses Irrsinns zu entrüsten.
Das ist nur ein Aspekt der völligen Wohlstandsverblödung breiter Schichten der Gesellschaft.
Was hilft also? Ganz einfach: NEHMT IHNEN DAS GELD WEG!
Nun hatte man in einem Anfall von Genialität während der Spritzenzeit den tollen Einfall die Geldmenge im WerteWesten um 40% zu inflationieren. Das Ergebnis sehen wir jeden Tag, und die Südpolanbeter ahnen so langsam was auf sie zukommt.
Wozu Lebenszeit verplempern mit bestimmten Leuten / Medjen? Wer einmal lügt …