Glauben an die Freiheit
Der Sonntag gehört der Kunst. Heute hören wir ein Lied, das eindeutig dem Widerstand gegen den Wokismus zuzuordnen ist. Die Sängerin Celeste Kellogg dazu: „Faith in Freedom“ nahm im November 2024 Gestalt an. Ich begann, dieses Lied zu schreiben, nachdem ich die zunehmende Spaltung in unserem Land miterlebt hatte. Ich hatte die erste Strophe und den Refrain fertiggestellt, fand aber nicht die Inspiration, es zu vollenden – bis zum 10. September 2025, als mich die Ermordung von Charlie Kirk zutiefst erschütterte. Dieser Moment gab mir die Klarheit und die Kraft, die ich brauchte, um das Lied zu vollenden. Ich glaube immer noch an die Freiheit, für die Amerika so hart gekämpft hat! Das Lied wurde zu einem Aufruf, die Wahrheit zu sagen und dies alles in Liebe zu tun. Diejenigen anzunehmen, die die Dinge anders sehen – nicht als Feinde, sondern als Menschen, die nach dem Bild Gottes geschaffen sind. Das ist der Kern von „Faith in Freedom“.
Daran, daß vdL jetzt eine Mischung aus 1984, RGW und der schönen neuen Welt durchdrückt, sollte man nicht verzweifeln. Nach der tiefen Verirrung in Finsternis wird auch wieder die Sonne aufgehen.

Der Drang zu Freiheit, Eigenverantwortung, Bewahrung des Selbstgeschaffenen ist vermutlich eine menschliche Eigenart, genetisch verdrahtet. Gender, Klima ua Moden wird der Wind verwehen.
Der Frankfurter Schule gleichwie dem scharf chauvinistischen Anthroposophen Walter Abendroth ist recht zu geben bei der Feststellung, daß Freiheit ohne Kontext undefiniert sei.
Freiheit wovon – Freiheit wofür?
Die Sängerin steht natürlich in der US-Tradition des „Land of the Free“ i.S.v. „frei von Europa“ aus 1776. Die Vertragsfreiheit libertärer Privatträume ist damit nicht gemeint. (Interessanterweise und aus gegebenem Anlaß kann hier auf Wotans Speer verwiesen werden – Verträge sind zerbrechlich)
„Feststellung, daß Freiheit ohne Kontext undefiniert sei“
Jetzt verstehe ich, warum in der „ach so freien Republik“ so ein großes und nicht enden wollendes Gerede über die Freiheit vonstatten geht. Denn es ist wahr, dass ständig über etwas geredet wird, was nicht ist, was aber unbedingt sein sollte. Das betrifft nicht nur dem Gerede über Geld, sondern auch jenes über die angenehmen Seiten des Lebens.
Erich, mein Onkel, der 1955 aus der Kriegsgefangenschaft in Sibirien als gebrochener und seelisch kranker Mann zurück kam, redete ständig von schönen Asiatinnen, von denen er fast jede Nacht, wie er sagte, herrliche Träume habe. Er habe immer noch Bilder von diesen Frauen vor Augen.
Ich war neugierig und fragte ihm, warum?
Im Lager, antwortete er, hatte die Wache für die Gefangenen sichtbar, aber nie erreichbar, große Fotografien am Stacheldrahtzaun befestigt, auf denen „nackte Mogolinnen“
in reizvollen Posen abgebildet waren. Dem entsprechend redeten die in den Baracken eingesperrrten Männer ständig über Frauen, die daheim (die sie vielleicht nicht mehr sehen werden) und die im sibirischen Russland (deren Abbildungen tiefe menschliche Bedürfnisse wecken und verstärken). Kamen die Gefangenen aus der Baracke ins Freie heraus, galt das tötliche Verbot, sich dem Stacheldrahtzaun zu nähern. Wer es tat, wurde vom Wachposten erschossen.
Ein tiefes menschliches Bedürfnis, dessen Erfüllung unerreichbar ist, kann den Tod bedeuten. Freiheit ohne Kontext?
Jede Freiheit, die dem Menschen erklärt werden muss, um zu erreichen, dass er sie positiv aufnimmt ist eingeschränkte Freiheit, ist letztendlich Unfreiheit.
Es ist schade, dass man nur auf die wenigen hoffen muss, die das verstehen.
Das ist kein Eliteproblem; solche Maßnahmen wurden historisch eher aus der Not geboren. Beispielsweise die Preisfreigabe am 20.6.1948 auf Initiative Erhards. Der Erfolg war durchschlagend und nicht zu bremsen . Das könnte auch den Blauen passieren wenn alle Dämme reißen und echte Kerle / Frauen ran müssen. Mal sehen.