Die Letzten werden die Ersten sein
Die EU will jetzt eine Lohnrichtlinie durchdrücken, bei der die formale Ausbildung mehr Gewicht bei der Lohnfindung erhalten soll. Womit man Lohnunterschiede beseitigen will und Arbeitsverträge gerichtsfest festnageln. Die Welt schreibt: „Seit diesem Juni ist die sogenannte Entgelttransparenzrichtlinie der EU in Kraft. Deren Ziel vor allem: Die Gehaltsdifferenzen bei gleicher Qualifikation möglichst zu eliminieren. (…) Weil Gehälter künftig nicht mehr so frei wie bisher verhandelt werden können, sondern per Gesetz stärker „quantifizierbar“ sein müssen, entscheiden bald völlig neue Faktoren darüber, wer welche Gehaltserhöhungen bekommen kann und wer nicht.“
Formale Quali soll Trumpf sein. Das doofe ist allerdings: Aus denjenigen Einsern, die in der Schule auf der letzten Bank saßen ist beruflich nicht viel geworden. Dasselbe im Studium: Die Lieblinge der Professoren haben nur selten erfolgreiche Unternehmen gegründet oder geführt Im Gegenteil: Es gab berufliche Katastrophen. Zu einer super Biografie gehören Krisenmanagement, Improvisation und Kampf, genau alles das, was man als Musterschüler nicht braucht und nicht lernt.
Die besten Leute, die ich in meine Firmen eingestellt hatte, waren Seiteneinsteiger, denen die erforderliche Quali fehlte, die aber den Willen hatten sich in ein fremdes Gebiet einzufuchsen. Meiner Meinung nach kommt es mehr auf den Charakter an, als auf die formale Ausbildung.
Ich selbst hatte nie eine Architektenausbildung, weil meine Eltern nicht rot wie ein Affenarsch waren. Ohne den parteilichen Hintergrund war an bestimmte Studien in der Russenzeit nicht ranzukommen. Mit drei fremden Architektenstempeln habe ich nach dem Zusammenbruch als Ingenieur trotzdem viele Wettbewerbe gewonnen, mehr als die meisten ausgebildeten Trottel.
Experten rechnen damit, dass es künftig vor allem auf Zeugnisse, Scheine und Zertifikate“ ankommen könnte, um ein höheres Gehalt zu erhalten, die Persönlichkeit, Zuverlässigkeit und Motivation hingegen drohen an Gewicht zu verlieren. Meßbarkeit killt Können. In Brüssel hat kaum jemand einen beruflichen Hintergrund, es sind theoretische Bürokratengespinste, die im EU-Silo als Richtlinien gewebt werden.
Ach ja, was war noch mit dem roten Affenarsch? Der Bär rennt mit seiner Familie durch den Wald. An einer Weggabelung trifft er den Storch. Der fragt: „Was rennst Du denn so?“ – „Der Wald wird sozialistisch, ich habe einen Pelz, meine Frau hat einen Pelz, meine Kinder haben Pelze, wir hauen jetzt ab“. Der Stoch fängt mit seiner Familie an zu rennen, An einer Lichtung trifft er den Affen. Der Affe fragt; „Was rennst Du denn so?“ – „Der Wald wird sozialistisch, ich fliege jedes Jahr nach dem Süden, meine Frau fliegt jedes Jahr nach dem Süden, meine Kinder fliegen jedes Jahr nach dem Süden, wir hauen jetzt ab“. Der Storch dreht sich rum und fragt den Affen: „Warum rennst Du denn nicht?“ – Ich habe einen roten Arsch, meine Frau hat einen roten Arsch, meine Kinder haben rote Ärsche, der Wald wird doch sozialistisch.“

Irre was die EU alles regulieren muss. Wie eine Übermutter..
I want to break free….