Die Idee mit den Gaskraftwerken ist gaga
Das ist ja kein Ausreißer von Katherina R., auch Robert H. ist nicht der Autor dieses Kindergedankens der Gaskraftwerke, sondern bereits Dr. M. stellte die Weichen in den Zehnerjahren, indem sie alle Alternativen der Stromerzeugung torpedierte.
Da erneuerbare Energien wetterabhängig sind, z.B. wegen Nacht, Bewölkung oder Dunkelflaute, wurde ca. ab 2010 intensiv nach Lösungen gesucht, die entsprechend dem Wetter schnell an- und abgeschaltet werden können. Gaskraftwerke gelten hierfür als prädestiniert. Studien, etwa von der UNECE (United Nations Economic Commission for Europe) oder der US-amerikanischen National Bureau of Economic Research (NBER), empfahlen bereits früh, Gas als Backup-Technologie zu nutzen, um die Stabilität des Stromnetzes bei steigendem Anteil erneuerbarer Energien zu sichern. Die hinsichtlich ihrer Wirtschaftskompetenz sehr umstrittene Dr. M. schloß sich diesen Luftschlössern an.
Insbesondere das Klumpenrisiko, alles zunächst auf die Karten von Nordstream, später auf LNG zu setzen ist keine verantwortliche Politik. Das zeigt sich jetzt während des Ukrainekonflikts und bei der Situation im Persischen Meerbusen besonders deutlich, ist aber ein Problem, welches grundsätzlich immer besteht.
Jede importierte Energie hat ein spezifisches Risikoprofil, das durch geopolitische, ökonomische und technische Limits geprägt wird. Richtig ist deshalb ein breiter Energiemix, da nicht alle Risiken miteinender korrelieren. Insbesondere Kohle ist sicher, weil sie im eigenen Land zur Verfügung steht.
Ich selbst habe ein breites Netz von Öl-, Gas-, Kohle-, Holz- und Uranaktien, das weltweit aufgepannt ist, gegen lokale Konflikte und woke Moden also resistent ist und derzeit viel Freude bereitet. So müßte sich auch die deutsche Energiepolitik sortieren. Anteile an Ölfirmen in Kanada und Brasilien, an Kohleminen in Südafrika und Australien, an Gasförderern in den USA und Thailand, an skandinavischen Holzfällern sowie an kasachischen und kanadischen Urangesellschaften würden helfen die skandalösen Verhältnisse in Berlin zu beenden. Deutsche Handelshäuser, die sich in die Details reinfitzen und Bergbau betreiben, müßten nicht mit Geld, sondern durch Deregulierung gefördert werden.
Wenn ich Wirtschaftsminister wäre, würden in Ostberlin die Wände wackeln. Aber mich will ja keiner. Die Generation, die jetzt noch arbeitet, wird in 20 Jahren in Abfalleimern wühlen, statt Rente zu beziehen. Aber die wählt immer noch CDU und ähnliches. „Das eben ist der Fluch der bösen Tat, daß sie, fortzeugend, immer Böses muß gebären“, sagte schon Octavio Piccolomini zu seinem Sohn, als er an die Zukunft der deutschen Industrie dachte.

Dank Russengas (für Dollares!) liefen schon seit den Mittsiebzigern viele GuD-Kraftwerke im Beritt westdeutscher Stadtwerke. Fernwärme und Gastherme waren jahrzehntelang im Wettstreit der Heizenergien gleichauf.
Als Kohlenstoffquelle spielt Stein- oder Braunkohle schon seit gefühlten Ewigkeiten keine Rolle mehr, der Steamcracker hat Schwelkohle- und Acetylenanlagen in der Chemie abgelöst – auch in der DDR, die bloß nach 1973 vom Iwan reingelegt wurde mit den hohen Ölpreisen (wie Krenz in seiner Autobiografie mehrfach mit Verbitterung erwähnt) und wieder zurückrudern mußte.
Das Klumpen-, was sage ich, Himalyarisiko heißt Erdöl.
Deswegen plädieren die letztverbliebenen Daniel Düsentriebs unserer Zeit auch für die Kernenergie, sei es aus Spaltung oder Fusion, mit deren Hilfe allein es sogar möglich wäre, das sehr stabile Kohlendioxidmolekül wieder in eine Kohlentoffquelle zu verwandeln.
NB: Afrika ist mir zu riskant und auch zu unmoralisch, was die Abbaubedingungen angeht.
„Ich selbst habe ein breites Netz von Öl-, Gas-, Kohle-, Holz- und Uranaktien, das weltweit aufgepannt ist, gegen lokale Konflikte und woke Moden also resistent ist und derzeit viel Freude bereitet. “
Werter Herr Prabel – auch damit können Sie schlecht heizen. Obwohl auch Aktien gut brennen – nur eben nicht lange und nur einmal.
Ich habe viel Holz um die Hütte.
Die Frage ist doch erst einmal wie schnell es solche tollen Kraftwerke geben wird. Beim Aldi habe ich noch nie welche gesehen. Ich denke, wenn Stuttgart 21 fertig ist fangen wir damit an.
Man kann kleine, dezentrale Reaktoren (zB für Flugzeugträger) dem Grunde nach erwerben. Diese wären in diesem La-La-Land allerdings nicht „genehmigungsfähig“, was automatisch die Frage nach der Macht und dem Recht aufwirft. Die Linken zB wissen – i. Ggs. zur Alternative – woher die beiden kommen: nicht aus dem Parlament oder einer juristischen Bibliothek 🙂
Diese Aktionsware ist immer besonders schnell vergriffen. 🙂
Eben ist die Takaichi bei Trump zum Unterschreiben gewesen. Ich denke mal, GE und Hitachi werden die Kleinreaktoren jetzt bauen und vermarkten.
NB: So ein SMR ist auch nicht größer als eine Kohlemühle – und die sind zB im Großkraftwerk Mannheim schon von Hitachi…..was Potemkin konnte, wird der „Monnemer“ wohl auch schaffen….das Containment verkauft man als Lärmschutz….irgendwann muß das Ende einfach mal anfangen 🙂