Der Goldpreis und Trump
Am Freitag ist der Goldpreis runtergerauscht. Im deutschen Medien-Märchenwald hieß es, Trump hätte alles falsch gemacht und sei schuld. Heute ist der Goldpreis um 6 % gestiegen, seit Sylvester um 13,9 %. Hat Trump deswegen alles richtig gemacht? Oder ist die Kausalität zwischen Gold und Trump Fake?
Der Wechselkurs des Euro gegenüber dem Dollar hatte zeitweise 1,20 erreicht. Natürlich war Trump wieder schuld. Aber ist dieser Kurs ein Grund zum jubilieren? Der hohe Wechselkurs behindert unsere Exporte und nutzt den Amerikanern, sie werden wettbewerbsfähiger. Natürlich nutzt er auch deutschen Firmen, wenn sie nach Amerika verlagern und dort investieren wollen. Ich versteh ARD und ZDF nicht, wenn sie sich drüber freuen.
Die deutschen Leitmedien berichten wie Trump die amerikanische Wirtschaft ruiniert. Sie wächst dieses Jahr vermutlich um 3 bis 4 %, während die deutsche schrumpfen wird.
Wenn ich über Wirtschaft was wissen will halte ich mich gerne an Andreas Beck, Daniel Stelter und Philipp Vorndran. Wenn man zurückblickt haben die drei nur wenig Müll erzählt und waren an der Realität nah dran. Hier ein kurzes und knackiges Video mit Vorndran:

Keine Ahnung: Was ist der „Goldpreis“? Punkt eines Diagramms oder Aushang eines Händlers?
Die Anzeige an der Goldsupermarktkasse. 🙂
Unser Martin A. sieht gestern die Edelmetalle zum März nochmal runterkommen und dann weiter hoch bis in 2027.
Jim Rickards sieht Gold mal schneller als gedacht bei 20 K, David Hunter so ähnlich aber mit S&P-crash noch in 2027. Und Rick Rule, schon erwähnt, ist eher in Minenaktien jetzt als im Metall sowie dazu Öl, Exxon etc. .
Der liebe Donald muss ganz schön strampeln, wenn er am 3. November die Zwischenwahlen gewinnen will. Es sind ihm schon viele von der Fahne gegangen, denn bei den Amis ist die Haut auch empfindsamer geworden. Die vertragen das heute so und morgen so immer schlechter und Wirtschaft plus Goldpreis balancieren auf sehr dünnem Eis.
Als Merkel immer dümmere Entscheidungen traf, als Höhepunkt ihr Migrationsirrsinn 2015, war ich sauer auf Merkel und war überzeugt, dass sie das politisch nicht überleben wird, dass die CDU-Basis sie absägen wird.
Als 2015 der Klatschhasen-Parteitag der CDU stattfand, war ich sauer auf die CDU und dachte bei den nächsten Wahlen werden die Wähler Merkel und ihre unsägliche Duckmäuser-Partei gnadenlos abstrafen.
Seit den BTW 2017 weiß ich, dass nicht die Politiker das Problem sind, sondern die Wähler, die denkfaulen Menschen, die in diesem Land leben.
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Nichts anderes sagt P. Vorndran im Beitrag (ab Min. 8:50):
„Das Problem ist nicht das Kanzleramt, das Problem ist die Gesellschaft.“
Das Problem ist die Gesellschaft, sie existiert nicht mehr. Es gibt nur noch vereinzelte Zombies mit Smartfon-Vordergrund. Früher hat man in den Arbeitspausen noch über aktuelle Themen geredet. Heute: Nichts. Noch früher hat man am Montag z.B. über die schrillsten Wetten bei Wetten Das? am Wochenende geredet. Heute: Nichts. Früher gab es in den Pausen auf der Baustelle rege Gespräche. Heute sitzen vier Mann still herum. Drei glotzen auf ihr Smartfon, und ich versinke in meine Gedankenwelt. Es gibt keine Gesellschaft mehr.
Dennoch ist meiner Meinung nach nicht die Gesellschaft das Problem. Im Jahr 2006 – wenn ich mich recht entsinne – sah ich bei n-tv einen Einspieler, in dem Warren Buffet seine bekannte Kurzrede an die Welt hielt: Wir reiche Geldsäcke führen Krieg gegen Euch Habenichtse, und ihr habt keine Chance. Wir gewinnen! Damals habe ich mich gewundert und für mich festgestellt, dass ich diesen Krieg nicht wahrnehme. Jetzt, 20 Jahre später, stelle ich fest, dass meine Wahrnehmung dieses Kriegs noch immer nur sehr diffus ist. Da läuft ein Zerstörungsprozess ab und man hat zu jedem Zeitpunkt ein Gefühl von Normalität. Man bemerkt gewissermaßen nicht mehr den Unterschied zwischen intakten und zerbombten Häusern. Beide Zustände und jeder Zeitpunkt dazwischen kommen einem unverändert normal vor. Dafür und für den Coronaterror ist aber nicht die Gesellschaft verantwortlich. Die Gesellschaft ist hier das Opfer. Täter sind meiner Ansicht nach die hundertfachen Milliardäre, die sich allen anderen so weit entrückt wähnen, dass sie sich für die Besitzer des gesamten Planeten mitsamt dem menschlichen Inventar halten und diese Ameisen da unten nur noch mit maximaler Überheblichkeit betrachten. Diese Leute können ja inzwischen tun, was sie wollen. Zur Rechenschaft wird keiner von denen gezogen. Ein Bill Gates hat meines Erachtens nach schon lange den Tod verdient.