Wer ist Hüber?
Der Vize-Chef der Gewerkschaft der Polizei will Polizeibeamte auf eine mögliche AfD-Regierung vorbereiten. Er denkt sogar über den „inneren Notstand“ nach, so berichtete der Focus. Sein Name: Sven Hüber. Der innere Notstand ermöglicht unter engen Voraussetzungen ein Eingreifen des Bundes in einem Bundesland, wenn dort die freiheitlich-demokratische Grundordnung bedroht ist. Der Gewerkschafts-Funktionär formuliert deutlich, was er dazu denkt: „Wer seinen geleisteten Eid ernst nimmt, kann gar nicht anders: No-Go mit der AfD!“, schreibt er. Polizisten könnten „Kraft ihres abgelegten Eides“ die Partei weder wählen noch unterstützen. Der Vogel hat keine Ahnung, was die meisten Polizisten wählen.
In Deutschland gibt es drei Hauptorganisationen und Berufsverbände, die die Interessen von Polizeibeschäftigten vertreten: die Gewerkschaft der Polizei (GdP), die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) sowie den Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK). Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) ist Mitglied im Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB). Aha!
Herr Hüber studierte von 1983 bis 1987 Gesellschaftswissenschaften an der Offiziershochschule „Rosa Luxemburg“ der Grenztruppen in Suhl. In seiner Diplomarbeit mit dem Titel Der Bundesgrenzschutz als Instrument imperialistischer Macht- und Herrschaftssicherung führte er aus, der Bundesgrenzschutz (heute Bundespolizei) habe im Rahmen der von der Bundesrepublik verfolgten imperialistischen Konfrontationsstrategie den Auftrag, den Sozialismus auszumerzen, wozu auch kriegerische Mittel gehörten. Hm.
Im Anschluss an sein Studium, von Ende August 1987 bis zum Fall der Mauer am 9. November 1989, diente er im Grenzregiment 33 (Berlin-Treptow) zunächst als Politoffizier und stellvertretender Kompaniechef, ab Herbst 1988 dann als sogenannter Jugendinstrukteur. Seine Tätigkeit beinhaltete dabei die politische Schulung und Indoktrination der Grenzsoldaten. Au Weia.
2004 protestierte Hüber in einem in der Berliner Zeitung veröffentlichten Leserbrief – als Privatmann, ohne Hinweis auf seine frühere oder aktuelle berufliche Tätigkeit – gegen die Nominierung Hubertus Knabes zum Leiter der Gedenkstätte Hohenschönhausen: Dieser habe sich mit dem Kommentar, 1945 hätte es „keine Befreiung, sondern nur den Beginn einer neuen Diktatur“ gegeben, „disqualifiziert“ und „in die deutschnationale Ecke“ begeben.
Soviel zur Personalie Hüber. Die Märchenpresse berichtete über Hübers Aversion gegen die AfD, allerdings ohne seine Vita als Stacheldrahtbewacher zu erwähnen. 28 Jahre Einsperrung sind für diesen Polizisten eine Befreiung. Totale Geschmacksverirrung und eine nachträgliche Ohrfeige für die Ossis.
Wir wissen, was wir von so einem Staat mit diesem umstrittenen Personal zu halten haben.
Der Autor dieses Eintrags war Mitglied im FDGB, in der DSF, in einer Betriebsfeuerwehr, bei den Jungpionieren, den Thälmannpionieren und in der FDJ gewesen. Das ist schon starker Tobak, aber der Nationalen Front incl. SED bin ich doch lieber aus dem Weg gegangen. Irgendwo gabs für den Normalo eine rote Linie, wo sich Pflicht und Kür voneinander trennten.

Wieso wurde der denn mit der Vita in den Polizeidienst übernommen? Ist das etwa praktizierte Infiltration und Zersetzung?
Die Kurzwelleninteressierten kennen ja die am 23.5.1990 im trunkenen Zustand vorgetragene letzte Botschaft der NVA-Auslandsaufklärung „Hier ist die Sendung für das aufgeweckte Kind“.
Die AfD zwingt U-Boote zum Auftauchen!
Wieso fiel mir beim Lesen sofort der Name Erika ein?
Die meisten Wessis verstehen das nicht. Die jüngeren Wessis werden nicht Mal wissen dass es einen 1000 Kilometer langen Grenzzaun gab, mit hunderten Überwachungstürmen, mit Schäferhunden, Beleuchtung bei Nacht, Minen und Sperrzone von fünf Kilometern.
Das ist das Problem. Sozialismus klingt in der Theorie immer so schön, aber die Praxis ist eben ganz anders. Und diese Praxis kennen sie nicht.
Daher ist dieser Politoffizier für Ossis zwar glasklar, aber Wessis finden ihn gut, weil er kämpft gegen das Böse. Unser Problem ist die fehlende Erfahrung.
Das Problem der Sozialisten ist, daß sie a) zur Zeit zur gestopften Mittelschicht statt zur Arbeiterklasse gehören und von der Fortexistenz ihrer ziemlich großen Vermögen ausgehen und b) fest glauben, daß sie alle in beamtete Regierungspositionen aufrücken. Beides wird nicht passieren.
NB: Die geplanten Enteignungen in Berlin würden altlinke Westberliner Hausbesetzer, jetzt -Besitzer, schwer treffen. Einige leben ja sicherheitshalber schon in der Provence. Natürlich würden auch die Steuern derer wegfallen, die sie bis heute treudeutsch auch aus Frankreich(!) entrichten.
Nicht nur die fehlende Erfahrung. Auch die Erkenntnis, das es zur Umsetzung eine Durchsetzung der die Gesellschaft kontrollierenden Strukturen braucht. Der Herr Hüber ist ja kein Einzelfall. Im schönsten Freistaat der Welt lassen sich ähnliche Beispiele finden: Jörg Kubiessa sei als Beispiel genannt.
Ein Grund (von vielen) dafür das die Wende 1989 gelang war, das selbst die Apparatschiks in untereren und mittleren Ebenen nicht konsumieren konnten. Auch der kleine MfS Mitarbeiter vom Rang eines Leutnants wollte mal eine VHS Kasette mit Naturfilmen anschauen, Golf fahren, Bananen kaufen wenn man drauf Lust hat ect.. Deshalb haben die unteren Reihen 89 größtenteils stillgehalten (nicht nur wegen Mangel an Naturfilmen).
Schauen Sie mal die Situation heute an. Was „verdient“ ein Polizist, Lehrer oder Beamter im mittleren Dienst? Da müssen Sie sich mit HSA strecken um da überhaupt ran zu kommen. Ergo: Diese Leute werden alles dran setzen, das der status quo erhalten bleibt.
Zustimmung, was die Ostzone wirklich weichgekocht hat war das Werbefernsehen.
Stimme auch der Beurteilung der guten wirtschaftlichen Stellung.der öffentlichen Angestellten und Beamten zu. Allerdings sehen die das nach meiner Beobachtung anders, insbesondere die Leerer halten sich für unterbezahlt und glauben in der freien Wirtschaft Traumgehälter abgreifen zu können.
Jaja, die lieben Lehrer. Ich habe leider recht regelmäßig mit dieser Spezies zu tun gehabt. Schicken ihre eigenen Kinder auf die Privatschule.
Mit dem Ende der Industrie und folgendem Wegfall der Steuern wird das alles in Ordnung kommen.
Zu einer sochen Karriere gehören neben förderlichen äußeren Umständen maßgeblich ein ausgewachsener innerer Strolch. Warum folgte keine sofortige Konsequenz?
Dafür, dass solche Leute auf solchen Funktionen sitzen, kann man der DDR keine Schuld geben. Das geht eindeutig auf die Kappe der BRD. Die DDR hat keinerlei Verfügungsgewalt für die Besetzung von Posten und Funktionen nach der „Wiedervereinigung“. Genau wie bei Erika. E zeigt, dass solche Leute haargenau in das System BRD passen.
Meinen Sie Frau Angela Merkel? Die hat in gewisser Weise meine Hochachtung als Talent erster Ordnung. Letztens wollte ich in Templin einen möglichen Genius Loci erschnupern – erfolglos. Man hat es halt oder man hat es nicht. 🙁
Diese von Ihnen verehrte Dame ist niemals aufgrund eigener Intelligenz zu Ihren Posten gekommen. Neben der unterirdischen Kompetenz ihrer westdeutschen Gegenspieler waren ganz andere Kräfte am Werk, um sie an der für diese Kräfte wichtigen Stelle zu positionieren. Und die Wahrscheinlichkeit, dass es ehemalige Funktionäre der DDR waren, tendiert absolut gegen Null.
Die USA haben zweifellos eine zweite „Operation Paperclip“ gestartet, wobei ein Teil der „Gefischten“ hier plaziert wurde, ein anderer Teil in den USA und offenbar ein weiterer Teil in der Kokaine.
Schon bei der ersten Operation nach 1945 sprach man offiziell und laut immer nur von Raketenwissenschaftlern. Von der Umverteilung naturgemäß eher linker politischer Aktivisten war nie die Rede.