Helmut Roewers Sudelbuch
Wegen der umfangreichen Bebilderung, die zum Verständnis der Texte sehr beiträgt, habe ich das Neueste aus Helmut Roewers Tagebüchern nicht eingestellt. Ich verweise auf sein Sudelbuch.
Wegen der umfangreichen Bebilderung, die zum Verständnis der Texte sehr beiträgt, habe ich das Neueste aus Helmut Roewers Tagebüchern nicht eingestellt. Ich verweise auf sein Sudelbuch.
Danke für Ihre Tour d’Horizon Herr Dr, Roewer, insbesondere zu den Erinnerungen unseres Jahrganges, dem die Traumwandler diesmal wohl abschließend den Schlaf rauben.
תַּלְמוּד : Zum Einstieg Babylonische oder Jerusalemer Variante?
Um Herrn Roewer kurz zusammenzufassen: „Ich mag die USA nicht. Das sind übelste Kriegstreiber, dumm dazu. Putin und der Iran sind die armen Opfer dieser Imperialisten. Das zeigt sich täglich.“ Ich hoffe
hier den Lesern, die nicht so viel Zeit haben, einen Überblick gegeben zu haben, so dass sie sich das im einzelnen nicht selbst ansehen müssen.
Ich teile diese US-feindliche Weltsicht nicht. Und zwar nicht deswegen, weil ich etwa den Präsidenten Trump für ein Unschuldslamm oder ein Beispiel charakterlicher Tugenden halte. Oder die USA für fehlerlos. Richtig ist aber, dass die USA das Land mit der größten Pressedichte der Welt sind sowie eines mit einer im Vergleich mit anderen wirklich funktionierenden Gewaltenteilung. Über die Fehler der USA, die Verbrechen dort, die Vergehen, die Untugenden usw. sind wir besser informiert als über irgend etwas in irgend einem anderen Land. Wer die USA kritisieren will, findet MASSEN an gut dokumentiertem Material.
Über die Verbrechen, Untugenden, Gewalttaten und bösen Absichten anderer Staatslenker und in anderen Staaten gibt es vergleichsweise wenig. Es ist daher leicht (und es tun viele), etwa Putins militaristisch-imperialistische Ambitionen abzustreiten. Oder die Atombombenpläne Irans. Immer aber findet man etwas, um mit dem Finger auf die USA zu zeigen.
Fazit: Die USA mögen viele Fehler haben. Verglichen mit deren Feindstaaten, hier Putins Russland und dem Mullah-Iran, ist deren Herrschaft WEIT vorzuziehen. Wer sich aber eine Unabhängigkeit Deutschlands oder Europas von diesen Weltmächten erhofft, erliegt dem Größenwahn: Weder Deutschland noch Europa haben die Fähigkeiten, eine unabhängige geostrategische oder moralische Position in der Welt einzunehmen. Deutschland muss sich dem US geführten Westen anschließen. Sonst werden das Land und seine Bevölkerung Spielball für den Putin Imperialismus. Das wäre erheblich elender als Teil der westlichen Welt zu bleiben.
Zu diesem Großthema mag sich jeder anhand der Geschichte selber ins Bild setzen, auch was die „Pressedichte“ angeht. Entscheiden müssen letztlich die Wähler (die nach meinem oberflächlichen Eindruck not amused sind).
Das Bündnis mit den USA ist problematisch, weil die kleineren Partner Gefahr laufen, verheizt zu werden. Von den Leuten, die dort die Politik bestimmen, ist nichts Gutes zu erwarten. Für die Welt ist es besser, wenn technokratische Oligarchen, religiöse Endzeitspinner und Exzeptionalisten scheitern.
Der russische Imperialismus hat die Grenzen seiner Möglichkeiten erreicht. Mit mittelmäßiger Industrie und nur 145 Mill. Einwohnern ein Territorium dieser Ausdehnung zu sichern, führt zur Überlastung. Die Aufgabe des Stützpunktes in Syrien und die festgefahrene Lage in der Ukraine zeigen das mangelnde Potential für exterritoriale Aktivitäten.