Dehnungsfugen von Brücken

Stahl-, Stahlbeton und Spannbetonbrücken haben natürlich temperaturbedingte Längenänderungen. Diese müssen durch Dehnungsfugen ausgeglichen werden. Der Überbau wird auf Rollenlager, Kipplager oder Elastomerlager aufgelegt, die sich auf den Widerlagern oder auf Pfeilern befinden. Das folgende Video gibt einen Einblick in das Prinzip.

Bei Straßenbrücken wird oben auf der Fahrbahn entweder ein sogenannter Fahrbahnübergang eingebaut oder eine bituminöse Lösung, der sog. Thormajoint. Bei Thormajoint handelt es sich um ein weltweit führendes, nahtloses Dehnungsfugen-System aus Asphalt für Brücken und Straßen. Es verbindet die Dehnfuge direkt mit dem Straßenbelag und nimmt Bewegungen bis etwa 50 mm (z. B. durch Temperaturwechsel) auf, während der Verkehr geräuscharm darüber hinwegrollen kann.

Hier ein Fahrbahnübergang:

Zu Thomajoint gibts auch noch ein Video:

Bei Eisenbahnbrücken gibt es Schienenauszüge.

Natürlich gehen Brückenlager auch kaputt, sie sind Verschleißteile. Darum werden Aufstellflächen für Pressen angeordnet und betoniert, mit denen man den Überbau etwas hochdrücken kann, um Lager zu wechseln.

Brückenbau und -planung sind hochspezialisierte Jobs, die viel Erfahrung erfordern. Bei der Berechnung und beim Design kann AI sicher helfen, bei der Ausführung wenig bis nichts.